Hamilton über Rassismus: Habe mich zum ersten Mal nicht allein gefühlt!

Lewis Hamilton hat die Unterstützung der Formel 1 nach rassistischen Anfeindungen im Netz als "erstaunlich" bezeichnet - "Stehe zum ersten Mal nicht alleine da"

Hamilton über Rassismus: Habe mich zum ersten Mal nicht allein gefühlt!

Lewis Hamilton wurde nach der Kollision mit Max Verstappen und seinem anschließenden Sieg beim Grand Prix von Großbritannien vor zwei Wochen in den sozialen Medien rassistisch beschimpft. Das sei für ihn "nichts Neues", sagt der amtierende Formel-1-Weltmeister auf Nachfrage am Donnerstag in Budapest.

Dennoch war eine Sache anders als sonst: die Reaktionen des Formel-1-Umfeldes. Nicht nur die Formel 1, die FIA und Mercedes gaben eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie die Kommentare verurteilten. Auch andere Teams und Fahrer zeigten sich auf ihren Social-Media-Kanälen solidarisch mit Hamilton.

"Ich würde sagen, dass es erstaunlich war, die Unterstützung des Sports, meines Teams und einiger Fahrer zu sehen", freut sich der Brite über den großen Zuspruch. "Ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass ich in diesem Sport nicht allein dastehe."

Als einziger dunkelhäutiger Formel-1-Fahrer sah sich Hamilton seit Beginn seiner Karriere immer wieder rassistischen Angriffen ausgesetzt - und musste lange allein damit fertig werden. "In den vielen Jahren, die ich Rennen fahre, hat nie jemand etwas gesagt. Als es 2007 passierte, hat niemand etwas gesagt", erinnert er sich.

"Es war also wirklich erstaunlich zu sehen", lobt Hamilton den neuen Rückhalt. "Natürlich können wir das nicht dulden, und es gibt keinen Platz für diese Art von Missbrauch. Aber wenn ich das in dieser Branche erleiden muss, damit die Leute sich dessen bewusst werden, dann ist das ein Teil meines Weges, deshalb bin ich hier."

Der 36-Jährige engagiert sich seit geraumer Zeit im Kampf gegen Rassismus und macht sich für mehr Inklusion und Diversität im Sport stark. Erst kürzlich stellte er die Ergebnisse seiner eigenen Hamilton-Kommission vor, die sich für eine Industrie einsetzt, die die Gesellschaft als Ganzes besser widerspiegelt.

Auch Mercedes hat auf seine Initiative hin mehrere Maßnahmen unternommen, um diverser zu werden. Seit der Saison 2020 ist das Team zudem mit einem komplett schwarzen Farbschema unterwegs, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Sergio Perez: Bis Belgien weiß ich, ob ich bei Red Bull bleibe

Vorheriger Artikel

Sergio Perez: Bis Belgien weiß ich, ob ich bei Red Bull bleibe

Nächster Artikel

George Russell sieht "vernünftige Chance" auf Q3 in Ungarn

George Russell sieht "vernünftige Chance" auf Q3 in Ungarn
Kommentare laden