Hamilton überrascht: Ferrari bringt den "Macarena"-Flügel früher als geplant
Ferrari bringt seinen ungewöhnlichen "Macarena"-Heckflügel früher als geplant nach Shanghai, doch unter dem Sprintformat ist das nicht ohne Risiko
Der Heckflügel im Fokus: Lewis Hamilton im Ferrari SF-26
Foto: Getty Images
Beim Formel-1-Wintertest 2026 in Bahrain hat Ferrari mit einem ungewöhnlichen Heckflügel für Aufsehen gesorgt: Das verstellbare Element klappte nicht, sondern drehte sich - um 180 Grad. Beim Grand Prix von China in Shanghai (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) gibt dieser spezielle Heckflügel sein Debüt an einem Rennwochenende.
Doch Lewis Hamilton betont: Für den Fahrer im Cockpit macht es keinen Unterschied, ob der innovative Heckflügel oder der konventionelle am Auto montiert ist. "Leider hat sich der neue Flügel [in Bahrain] genau gleich verhalten. Deshalb bin ich gespannt, wie er sich hier in Shanghai bemerkbar macht", sagte Hamilton. (ANZEIGE: Nur mit Sky alle Formel-1-Einheiten live im TV oder Stream verfolgen!)
Denn laut Hamilton war der Einsatz des "Macarena"-Flügels in China gar nicht geplant. "Wir wollten die Entwicklung eigentlich erst später im Jahr bringen. Aber das Team hat sehr hart daran gearbeitet, um den Flügel schneller bereit zu haben und hierher zu bringen", erklärte Hamilton. "Dafür bin ich wirklich dankbar."
Viele Überstunden für den Formel-1-Erfolg
Der Ferrari-Fahrer erkennt darin vor allem die Haltung seines Rennstalls: "Für mich ist es großartig zu sehen, dass das Team kämpft und dass alle pushen. Im Werk werden gerade viele Überstunden geleistet, um Updates zu bringen - und genau darum geht es in der Formel 1."
Die besondere Ausgangslage der vergangenen Saison mit der Einführung eines neuen technischen Reglements 2026 habe diese Grundlagenarbeit größtenteils kaschiert, sagte Hamilton. Das "volle Potenzial" von Ferrari sei deshalb nicht zum Tragen gekommen, "weil wir uns stark auf das 2026er-Auto konzentriert haben".
Drei Exemplare zum Test an einem Sprintwochenende
Wie sehr sich Ferrari nun ins Zeug legt, zeigt der Transport des "Macarena"-Flügels nach Shanghai: Laut Informationen von Motorsport.com Italien, einer Schwesterplattform von Formel1.de und Motorsport-Total.com bei Motorsport Network, hat das Team kurzfristig drei Exemplare eingeflogen. Zwei Versionen sind bereits an den beiden SF-26 montiert.
Interessant daran ist vor allem der Zeitpunkt: Der Grand Prix von China wird nach dem Sprintformat ausgetragen, also mit nur einem Freien Training vor dem Sprint-Qualifying. Die Teams haben also nur eine Stunde Zeit, um Teile zu testen und eine Abstimmung zu finden. Der Einsatz eines derart unkonventionellen Flügels ist daher nicht ohne Risiko.
Bislang ist offen, ob Ferrari den neuen Heckflügel nur erneut ausprobieren oder sogar im Sprint und/oder im Grand Prix einsetzen will.
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