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Hamilton: Verstappen als Teamkollege wäre eine Chance für mich

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Hamilton: Verstappen als Teamkollege wäre eine Chance für mich
Autor:
Co-Autor: Edd Straw

Wie hoch stehen die Chancen, dass Max Verstappen schon 2020 zu Mercedes wechselt? Lewis Hamilton ist dieser Idee nicht gänzlich abgeneigt

Max Verstappen ist das entscheidende Puzzleteil im Fahrerpoker 2019. Der Red-Bull-Pilot verfügt zwar über einen Vertrag mit dem Topteam bis Ende 2020, allerdings ermöglicht eine Ausstiegsklausel im Sommer Spekulationen rund um einen Wechsel zu Mercedes. Dort würde er Teamkollege von Lewis Hamilton werden, der dieser Idee nicht abgeneigt zu sein scheint.

"Damit habe ich ehrlich gesagt kein Problem", erklärt der WM-Führende auf die mögliche Konstellation in Ungarn angesprochen. Der fünffache Weltmeister betont zwar, wie gut die Zusammenarbeit mit Valtteri Bottas läuft, kann dem Charme einer Fahrerpaarung Hamilton/Verstappen aber durchaus etwas abgewinnen.

Erst nach dem Grand Prix von Deutschland stellte sein ehemaliger Rivalen Nico Rosberg die gewagte These auf, dass Verstappen in einem Mercedes schneller wäre als Hamilton. Zuvor hatte diese Vermutung auch schon Christian Horner aufgestellt. Dem Briten sind diese Aussagen anscheinend auch zu Ohren gekommen.

Hamilton/Verstappen-Paarung: "Potenziell negative" Aspekte

"Ich habe ein paar Geschichten gesehen, die behaupten, dass ich ihn nur schlage, weil wir in verschiedenen Autos sitzen", antwortet Hamilton und fügt hinzu, dass ihm Verstappen als Teamkollege im ebenbürtigen Auto die Möglichkeit geben würde, "zu zeigen, dass das nicht so ist".

Hamilton könnte seinen Status als Dominator der Hybrid-Ära festigen, würde er Verstappen im gleichen Auto schlagen, lautet sein Gedankenexperiment. "Ich weiß nicht, wie sich diese Dynamik aufs Team auswirken würde", merkt er außerdem an.

Mit zwei Alphatieren war Mercedes bereits 2008, damals noch mit McLaren, konfrontiert. Hamilton konnte sich in seinem ersten WM-Jahr gegen Doppelweltmeister Fernando Alonso durchsetzen. Nur Rosberg knackte den Briten 2016.

Hamilton kann positive aber auch "potenziell negative" Aspekte einer möglichen Zusammenarbeit erkennen, lässt er wissen. Der Niederländer ist bislang der einzige Nicht-Mercedes-Pilot 2019, der einen Grand-Prix-Sieg feiern durfte. In der WM-Tabelle liegt er 63 Zähler zurück, das sind 2,52 Siege Rückstand.

Daher erkennt Hamilton den 21-Jährigen auch noch nicht als Titelrivalen an: "Das wird die Zeit zeigen." Dem 34-Jährigen ist aber bewusst, dass er immer mehr Druck von den jungen Wilden erhalten wird in den kommenden Jahren, vor allem Verstappen und Charles Leclerc hat er auf der Rechnung.

"Absolut. Bei Red Bull haben wir gesehen, dass sie einen Schritt vorwärts gemacht haben mit ihrem Motor in diesem Jahr. Das ist toll zu sehen. Ich denke, sie werden noch stärker werden." In seinen Augen ist Verstappen aber kein "Youngster" mehr: "Obwohl er noch jung ist, fährt er schon ein paar Jahre."

Jüngster Weltmeister das Ziel: "Kann ich mit Red Bull schaffen"

Auf insgesamt 92 Rennteilnahmen, 26 Podestplätze und sieben Siege kann der Niederländer in fünf Jahren Formel 1 verweisen. Sein großes Ziel ist nach wie vor, jüngster Weltmeister der Geschichte zu werden. Diesen Rekord hält derzeit Sebastian Vettel mit 23 Jahren und 134 Tagen inne.

Spätestens im kommenden Jahr müsste ihm dieses Kunststück gelingen. Gegenüber 'Auto Bild motorsport' hat er bestätigt, dass er dieses Ziel mit dem österreichischen Team erreichen möchte. "Ich glaube, ich kann das nächstes Jahr mit Red Bull schaffen." Bereits mehrfach hat auch sein Förderer Helmut Marko diesen Wunsch als großes Ziel geäußert.

Gerüchte rund um einen Weggang von Red Bull hin Richtung Mercedes wollen aber nicht abreißen. Bereits im April kamen Gerüchte auf, wonach Verstappen mit Toto Wolff telefoniert habe. Bekannt ist, dass sich der Mercedes-Teamchef privat gut mit Vater Jos Verstappen versteht.

 

Foto: Steven Tee / LAT Images

Fraglich ist allerdings, ob sich der Österreicher auf eine Fahrerpaarung Hamilton/Verstappen tatsächlich einlassen würde. Auch Gerhard Berger bezweifelt, dass die beiden Toppiloten von der direkten Zusammenarbeit in einem Rennstall profitieren würden.

Zwar kann der Ex-Rennfahrer und DTM-Chef den Reiz einer solchen Topbesetzung verstehen, dennoch rät er Verstappen von einem vorzeitigen Wechsel zu den Silberpfeilen ab. "Es wäre ein knallharter Kampf gegen Lewis. Bei Red Bull ist Max dagegen die klare Nummer eins", meint er bei 'Auto Bild motorsport'.

Außerdem würde Honda deutliche Fortschritte zeigen und mit Adrian Newey habe Red Bull weiterhin den besten Designer im eigenen Haus. Verstappen hätte auf Jahre einen sicheren Nummer-1-Status im Team und müsste sich um interne Konkurrenz im Gegensatz zu Mercedes keine Sorgen machen.

Hamilton: Red Bull "holt schön langsam auf"

Wie schätzt sich das Talent selbst ein? Angesprochen auf die Spekulationen, er wäre im gleichen Auto schneller als Hamilton, winkt er ab: "Ich habe das niemals gesagt. Das juckt mich auch nicht. Mir ist viel wichtiger, dass ich auf der Strecke abliefere."

Verstappen lässt sich auf keine Gedankenspiele ein, auch nicht auf eine mögliche WM-Anwärterposition noch in diesem Jahr. "Darüber denke ich nicht nach. Man versucht natürlich, jedes Wochenende den bestmöglichen Job zu machen. Da Mercedes einen so dominanten Start in die Saison hatte, wird es enorm schwierig, sie noch einzufangen."

An die Weltmeisterschaft denke er jedenfalls nicht. Hamilton würde sich einen möglichst engen Titelkampf bis zum Saisonfinale laut eigener Aussage wünschen. "Natürlich will ich das immer haben. Ich bin immer bereit dazu. Aber nicht in jedem Jahr kommt es dazu."

Er glaubt, dass es für die Konkurrenz besonders schwierig wird, Mercedes als Team zu schlagen: "Wir haben das beste Teamwork, die besten Prozesse. Das reicht vom Hausmeister in der Fabrik über die Maschinenwerkstatt bis zum Catering und der Garage. Die Kommunikation und die Umgebung sind nirgendwo besser. Das zeigt sich jedes Wochenende", ist er stolz auf sein Team.

Ihm ist allerdings auch nicht entgangen, dass Red Bull aufgeholt hat: "Sie haben in ziemlich vielen Rennen einen großartigen Job gemacht. Wir hingegen haben im letzten Rennen keinen so guten Job gemacht, sogar einen ziemlich schlechten. Das hat sie noch besser dastehen lassen."

Er fordert von Mercedes, den Fokus nur auf sich selbst zu richten und sich nicht ablenken zu lassen. In Ungarn hat er Verstappen wieder auf der Rechnung. "Und es wird noch weitere Strecken geben, wo sie stark sein werden, wie in Singapur. Generell holen sie schön langsam auf." Das könnte für Verstappen ein weiteres Argument gegen einen Wechsel sein.

Verstappen: "Werde immer besser - und bin erst 21!"

"Es ist aber auch einfacher aufzuholen, als kontinuierlich an der Spitze zu stehen", glaubt der Brite. "Es ist aber toll zu sehen, dass sie besser werden. Wir wollen schließlich einen Wettkampf." Den möchte auch Verstappen - ob im selben Team wie Hamilton oder nicht, wird sich nach der Sommerpause entscheiden.

Bleibt der Niederländer in der WM-Tabelle weiterhin Dritter und damit erster Mercedes-Verfolger, dann stehen die Zeichen jedenfalls auf Verbleib. Die Klausel in seinem Vertrag sieht eine vorzeitige Entbindung nämlich nur dann vor, wenn er schlechter als auf Platz drei in der WM-Tabelle gewertet wird.

Besonders seine Gabe, immer den Überblick zu behalten und umsichtig zu fahren, hat ihn so weit gebracht. "Ich denke, es ist sehr wichtig, dass man den Fokus nicht nur auf das Fahren legt. Nicht nur im Nassen, sondern auch im Trockenen. Wenn man sich allein nur auf das Fahren konzentriert, dann wird man niemals erfolgreich sein."

 

Foto: Mark Sutton / Sutton Images

Erfolgreich ist er besonders seit der zweiten Saisonhälfte des Vorjahres. "Mit der Zeit lernt man auch, noch besser zu sein. Durch die Erfahrung aus den mehr als 90 Rennen bin ich definitiv kein Rookie mehr. Natürlich war der Sprung von der Formel 3 in die Formel 1 ein großer und man macht eben Fehler, aber ich werde immer noch besser und bin erst 21."

Besonders in seiner Konstanz habe er sich verbessern können im Vergleich zu den Vorjahren. Die Ergebnislisten geben ihm recht: Bislang kam er 2019 als einziger Fahrer in jedem Rennen in den Top 5 ins Ziel. Sein durchschnittliches Ergebnis hat sich von 4,36 auf 3,45 in den ersten elf Saisonrennen im Vergleich zu 2018 verbessert.

Es gehe darum, "genau zu wissen, wann man seine Maximalleistung abrufen muss und wann nicht. Auch genau zu wissen, wann man Risiko eingehen muss und wann nicht. Auch immer zu versuchen, ein Ergebnis einzufahren und Punkte zu holen", verrät er sein Erfolgsgeheimnis.

Weitere Co-Autoren: Scott Mitchell. Mit Bildmaterial von LAT.

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