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Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Ein Rücktritt von Lewis Hamilton wäre nicht nur aus sportlicher Sicht ein Verlust für die Formel 1 - Bruder Nicolas fürchtet um die Diversität der Königsklasse

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Hamiltons Bruder mahnt: "Wenn er geht, zu wem schauen wir dann auf?"

Lewis Hamilton befindet sich auf dem Zenit seiner Karriere. In dieser Formel-1-Saison fährt er seinem siebten WM-Titel entgegen und ist auf dem besten Wege, mit Rekordhalter Michael Schumacher gleichzuziehen. Doch wenn Hamilton eines Tages zurücktritt, wird er nicht nur für seinerErfolge auf der Strecke in Erinnerung bleiben.

In dieser Saison engagiert er sich wie kein anderer im Kampf gegen Rassismus und für mehr Diversität - in der Gesellschaft sowie im Sport. Zu diesem Zweck gründete der 35-jährige Brite eine eigene Kommission, initiierte den "End Racism"-Protest vor jedem Rennen und ergreift auch sonst das Wort für die gute Sache.

Bruder Nicolas Hamilton, selbst Fahrer in der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft, fürchtet, dass der Formel 1 genau das fehlen wird, wenn der Weltmeister sich irgendwann zur Ruhe setzt. Und dass nicht nur der Sport darunter leiden wird.

Hamilton-Bruder fordert mehr Chancengleichheit

"Im Moment betrachtet man den Motorsport als eine Industrie, mit der man nur schwer in Kontakt kommen kann", hält er im Gespräch mit 'CNN Sport' fest. "Man weiß nicht, wo man hingehen muss, um eine Gelegenheit zu erhalten. Man sieht dort keine oder nur sehr wenige schwarze Gesichter, im Moment ist da nur Lewis."

 

 

"Wenn er weg ist, zu wem wird man dann aufschauen? Wen wird man dann sehen?", fragt sich Nicolas Hamilton. "Es gibt nicht viele Menschen, auch Frauen nicht. Dabei lieben Frauen Autos genauso sehr, wie Männer es tun. Daher gibt es keinen Grund, warum sie nicht auch in diesem Sinne Chancengleichheit haben sollten."

Die Formel 1 will ihrerseits mit einer "Task Force" gegensteuern. Sie soll sicherstellen, "dass wir Menschen mit allen Hintergründen die besten Chancen geben, in der Formel 1 zu arbeiten, unabhängig von Geschlecht, ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung oder körperlicher Fähigkeiten", heißt es in einem Statement.

"Damals hat der Motorsport nicht genug getan"

Für Nicolas Hamilton ein wichtiger Schritt. Er erinnert sich: "Wir haben als schwarze Familie gekämpft, wir erfuhren eine Menge rassistische Beschimpfungen. (...) Im Motorsport gibt es nur sehr wenige farbige Menschen, und wenn es farbige Menschen gibt, sieht man manchmal viel Rassismus." Den erfuhr auch sein Bruder.

Lewis Hamilton

Nicolas Hamilton sitzt Probe im Formel-1-Auto seines Bruders im Jahr 2007

Foto: Motorsport Images

Bei einer Testsession in Barcelona 2008 trug eine Gruppe von Zuschauern schwarze Gesichtsfarbe, lockige Perücken und T-Shirts mit der Aufschrift "Hamiltons Familie". Die FIA veranlasste damals, die Anti-Rassismus-Kampagne EveryRace zu starten.

Im Jahr darauf kam es beim Grand Prix von Spanien zu einem ähnlichen Vorfall. "Zu der Zeit, ja, damals hat der Motorsport nicht genug getan", sagt Nicolas Hamilton rückblickend, "aber jetzt fängt er damit an, was eine gute Sache ist." Allerdings sollten sich die Bemühungen aus seiner Sicht nicht allein auf das Thema Rassismus konzentrieren.

Nicht nur für Schwarze: F1 muss offener werden

Der 28-Jährige leidet an Zerebralparese und fährt in der BTCC ein modifiziertes Auto. Er möchte, dass die Formel 1 auch für Menschen mit Behinderungen zugänglicher wird: "Ich würde mir wünschen, dass Menschen im Rollstuhl Zugang zur Rennstrecke und zu den Rennwagen erhalten, egal ob Mechaniker, Ingenieure oder Aerodynamiker."

"Vielleicht kommen sie aus einem anderen Umfeld, konnten noch nie laufen... Das ist in Ordnung, aber sie können immer noch ihren Traum verfolgen, Mechaniker oder was auch immer zu sein, und das in einer Branche, in der sich der Einstieg für sie einst als schwer gestaltete. Das würde ich gerne sehen", sagt Nicolas Hamilton.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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