"Hat alles versaut": Yuki Tsunoda schimpft nach Q1-Aus über Waage

Für AlphaTauri war das Qualifying in Silverstone zum Vergessen: Pierre Gasly erlebt seine schlechteste Session, Yuki Tsunoda hadert mit der Waage

"Hat alles versaut": Yuki Tsunoda schimpft nach Q1-Aus über Waage

Yuki Tsunoda macht das Wiegen mitverantwortlich für sein Aus in Q1 beim Qualifying in Silverstone. Der AlphaTauri-Pilot war am Freitag als 16. bereits im ersten Abschnitt ausgeschieden, nachdem er zuletzt dreimal in vier Qualifyings in die Top 10 gestoßen war. Diesmal kam ihm der Wiegeprozess in die Quere: "Die Waage hat alles versaut", schimpft er.

Während der Sessions werden nach dem Zufallsprinzip Fahrer herausgepickt, die beim Einfahren in die Boxengasse bei der Waage anhalten müssen. Das hat Tsunoda in Silverstone aber in arge Zeitnot gebracht, denn als er nach einer anschließenden schnellen Runde noch einmal eine sogenannte Cooldown-Runde einlegen wollte, wurde es zeitlich eng.

"Ich konnte keine echte Cooldown-Runde fahren", hadert er. Zudem lief er im letzten Sektor auf die beiden Ferraris und Daniel Ricciardo auf und musste warten. "Ich habe dann alleine drei Zehntelsekunden auf der Hauptgeraden verloren. Die habe ich zwar fast wieder gewonnen, aber der Verlust im ersten Sektor war zu stark. Es ist schade."

Am Ende fehlten Tsunoda 26 Tausendstelsekunden auf Lance Stroll und den Einzug in Q2. "Er war ein klein wenig Opfer der Umstände", sagt auch Technikchef Jody Egginton. "Er war definitiv Q2-Material. Aber um ein Auto in Q3 zu bekommen, waren wir nicht gut genug."

Schlechtestes Qualifying für Gasly

Das musste auch Teamkollege Pierre Gasly erfahren, der sein schlechtestes Qualifying des Jahres hinlegte und nur Zwölfter wurde. "Wir haben vom Training an mit der Balance gehadert. Für das Qualifying haben wir einige Veränderungen vorgenommen, aber das hat nicht gereicht", meint der Franzose.

Mit seinen Runden sei er eigentlich sehr zufrieden gewesen, "aber als ich die Zeit gesehen habe, wusste ich, dass es nicht reichen würde", so Gasly. "Wir sind auf den Geraden langsam und haben auch in den Kurven Probleme. Das müssen wir analysieren."

Egginton erklärt es etwas genauer: "Wir waren anfangs mit der Highspeed-Balance und der Rotation in langsamen Kurven nicht ganz zufrieden. Und ganz ehrlich, normalerweise kann man das in den nächsten beiden Sessions in den Griff bekommen, denn heute hatten wir im Grunde nur 33 Prozent der normalen Fahrzeit, bevor die Autos ins Qualifying gingen."

"Das ist die Gefahr mit dem Format ..."

Zwar hatte AlphaTauri das Auto verbessert, trotzdem war man mit seinen beiden Problemzonen nicht zufrieden. "Wir haben ein paar Schritte nach vorne gemacht, konnten das Auto aber nicht so weit bringen, wie wir es vor dem Qualifying normalerweise haben", so Egginton. "Und so ist es nun mal. Das ist die Gefahr, die mit diesem Format verbunden ist."

 

Zumindest besteht mit einem Sprint und dem Grand Prix die Chance, noch etwas Boden gutzumachen, doch das wird schwierig, glaubt Gasly. "Wir können das Auto nicht mehr anfassen. Wir haben nur das zweite Training, um den Reifen etwas besser zu verstehen."

"Es ist ein anderes Format und es können viele Dinge passieren. Hoffentlich ist das Auto im Rennen etwas besser. Ich möchte nicht negativ sein, aber das war unser schlechtestes Qualifying des Jahres. Es ist schade, wenn wir nicht genug Training haben, um das zu ändern."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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