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Hat sich Ferrari mit einem neuartigen Zylinderkopf ein Ass für 2026 gesichert?

Ferrari hat sich beim neuen Motor für die Saison 2026 offenbar für Zylinderköpfe aus spezieller Stahl-Legierung entschieden - Warum das ein Vorteil sein könnte

Neuer Ferrari-Motor für 2026: Bringt ein spezieller Zylinderkopf den Vorteil?

Hat sich Ferrari beim Motor für 2026 einen Vorteil erarbeitet?

Foto: NurPhoto NurPhoto

Die Formel-1-Teams arbeiten derzeit mit Hochdruck an ihren Boliden für die kommende Saison. Dabei stehen nicht nur Anpassungen an Chassis und Aerodynamik im Fokus, sondern auch Weiterentwicklungen am Antrieb, obwohl sich am grundlegenden 1,6-Liter-Turbomotor vergleichsweise wenig ändert.

Dennoch sind die Ingenieure stark gefordert: Die Einführung eines nachhaltigen Kraftstoffs, die Begrenzung des Ladedrucks sowie die Reduzierung der Verdichtung zwingen die Teams, ihre bestehenden Motorenkonzepte zu überarbeiten und zu optimieren.

Das sorgte bereits im Vorfeld der Saison 2026 für Diskussionen: Mercedes und Red Bull sollen offenbar einen Weg gefunden haben, das Verdichtungsverhältnis während des Motorbetriebs wieder zu erhöhen und die neuen Vorgaben damit zu umgehen.

Nun sorgt auch Ferrari mit einer neuen Lösung für Aufmerksamkeit. Nach Informationen von Motorsport.com Italien, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, experimentierte die Scuderia beim Material der Zylinderköpfe und testete sowohl Aluminium-Varianten als auch eine neu entwickelte Stahl-Legierung.

Welche Vorteile ein Zylinderkopf aus Stahl hat

Zwar gelten Aluminium-Zylinderköpfe aufgrund ihres geringeren Gewichts grundsätzlich als vorteilhaft, doch das Mindestgewicht der Antriebseinheit wird 2026 von bislang 120 auf 150 Kilogramm angehoben. Das verschaffte den Ferrari-Ingenieuren um Projektleiter Davide Mazzoni zusätzlichen Spielraum.

So rückte der Zylinderkopf aus der neuen Stahl-Legierung wieder in den Fokus. Die Mischung aus Stahl mit Kupfer- und Keramikanteilen ist zwar etwas schwerer als die Aluminium-Version, erlaubt jedoch höhere Drücke und Temperaturen beim Zündvorgang im Zylinder.

Die Folge ist eine optimierte und effizientere Verbrennung, was sich positiv auf die Leistung des Ferrari-Motors auswirken kann. Gleichzeitig soll die Haltbarkeit der Zylinderköpfe steigen, denn auch 2026 stehen jedem Fahrer insgesamt nur vier Motoren pro Saison zur Verfügung.

Wie es heißt, arbeitete Ferrari in diesem Zusammenhang eng mit dem österreichischen Motorenspezialisten AVL zusammen, um die neue Lösung umfassend auf ihre Standfestigkeit zu prüfen. Die Resultate sollen so überzeugend gewesen sein, dass die Italiener ihren Entwicklungsfokus inzwischen vollständig auf die Stahl-Variante gelegt haben.

Ferrari-Motor bringt auch aerodynamische Vorteile

Die bisherigen Fortschritte Ferraris in der Motorenentwicklung stimmen optimistisch, zumal im Rahmen des "Projekt 678" alle Abteilungen in Maranello eng verzahnt zusammenarbeiten. Die Power Unit wurde gezielt so ausgelegt, dass sie den Aerodynamikern Diego Tondi und Frank Sanchez ermöglicht, bestimmte Konzepte bis an ihre Grenzen auszureizen, um den Luftwiderstand weiter zu reduzieren.

Wie Motorsport.com bereits prognostiziert hatte, wird der neue Ferrari mit kleineren Kühlpaketen auskommen. Zudem wurde die Batterie des elektrischen Systems besonders leicht und kompakt konstruiert, was die Umsetzung aerodynamisch günstigerer Formen erleichtern soll.

Die Signale aus Maranello sind bislang positiv: Guido Di Paola, Leiter der Abteilung für Konzept und Design von Verbrennungsmotoren in der Formel 1, hat nach dem Abgang von Wolf Zimmermann und dessen Stellvertreter Lars Schmidt eine zentrale Rolle übernommen. Gleichzeitig verstärkte sich die Scuderia mit qualifizierten Neuzugängen von Renault und Mercedes.

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