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Heißes Duell Sainz vs. Norris: Teamorder für McLaren kein Thema

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Heißes Duell Sainz vs. Norris: Teamorder für McLaren kein Thema
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McLaren-Teamchef Andreas Seidl erklärt, weshalb Lando Norris und Carlos Sainz selbst bei engen internen Duellen ohne Stallregie fahren dürfen

Treffen sich zwei McLaren im Großbritannien-Grand-Prix 2020 - und das nicht nur in der Startrunde, sondern auch später im Rennverlauf. Doch obwohl sich Lando Norris und Carlos Sainz in Silverstone gleich mehrfach begegnet sind, durften sie jeweils frei fahren. Denn McLaren-Teamchef Andreas Seidl wähnte "alles unter Kontrolle".

Hätte sein Rennstall aber nicht verhindern müssen, dass sich Norris und Sainz auf der Strecke ein womöglich kostspieliges Duell liefern? Seidl verneint: "Aus unserer Sicht kann es eine Teamorder nur geben, wenn es einen deutlichen Pace-Unterschied gibt, zum Beispiel wegen unterschiedlicher Strategien, oder weil einer einfach deutlich langsamer ist. Das war heute nicht der Fall."

Ein Platztausch, wie er in der konkreten Situation zwischen Norris und Sainz möglich gewesen wäre, sei für Seidl nicht in Frage gekommen. "Beide waren ähnlich schnell unterwegs", meint er. "Lando hätte auch nicht viel schneller können als Carlos." Deshalb ließ McLaren seine Fahrer ohne Eingriff von außen weiterfahren.

Norris über die Szene in der Startrunde

Norris und Sainz hatten sich bereits in der Startrunde miteinander und mit Daniel Ricciardo angelegt. Nachdem Ricciardo besiegt war, startete Norris einen ersten Angriff auf Sainz, aber vergeblich.

"Carlos hatte mich in der ersten Runde überholt und ich versuchte es außenherum in Copse. Da gibt es viel Auslauf, das habe ich genutzt. Und es ist doch schön, wenn man sich hin und wieder ein Duell mit dem Teamkollegen liefert", meint Norris.

Er habe sich deshalb verschätzt, weil sein Rückspiegel "kaputt" gewesen sei, so sagt der McLaren-Fahrer weiter. "Deshalb wusste ich nicht, wo er war. Und deshalb ist da noch viel Platz."

Grundsätzlich, so erklärt Norris weiter, seien teaminterne Zweikämpfe mit Blick auf das Grand-Prix-Ergebnis zu vermeiden. "Auf dieser Strecke und mit den modernen Autos verlierst du Abtrieb, sobald du drei, vier Sekunden hinter einem anderen Auto fährst. Deine Reifen gehen dabei auch in die Knie. Darum ist Überholen heute so schwierig."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Stefan Ehlen