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Helmut Marko: "Im Umfeld von Leclerc wurde Politik gemacht"

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Helmut Marko: "Im Umfeld von Leclerc wurde Politik gemacht"
Autor:
30.06.2020, 11:06

Politik aus dem Umfeld von Charles Leclerc ist für Helmut Marko einer der Gründe, wieso Sebastian Vettel seinen Abgang von Ferrari verkündet hat

Helmut Marko glaubt, dass Politik im Umfeld von Charles Leclerc einer der Gründe war, wieso Sebastian Vettel Ferrari am Ende der Saison verlassen wird. Es wird gerätselt, wieso der Deutsche diese Entscheidung getroffen hat. Viele sehen in Leclerc einen Hauptgrund, weil dieser als Neuling ankam und dem arrivierten Vettel das Leben schwer gemacht hat.

Das sei aber nicht alles, meint Marko: "Es wurde im Umfeld von Leclerc eine Menge Politik gemacht, das mag Vettel nicht", sagt der Motorsport-Konsulent gegenüber 'Sport1'. "Der will Gas geben, gewinnen und keine Energie mit unnötiger Teampolitik verschwenden."

Zudem ist Marko der Meinung, dass Vettel einfach das Vertrauen an Ferrari verloren habe. Weltmeister wollte er mit der Scuderia werden, als er 2015 nach Maranello kam. Doch dieses Ziel hat man bislang nicht erreicht - und auch für 2020 rechnen nur wenige damit, dass den Roten der große Wurf gelingt.

Seine vier Titel holte Vettel alle mit Red Bull, von daher kennt Marko seinen Ex-Schützling natürlich bestens. Dass dieser jetzt die Formel 1 verlassen könnte, wäre für die Königsklasse ein großer Verlust. Denn was für ein Zugpferd Vettel sei, habe alleine das Interesse an den Gerüchten um einen Wechsel zu Mercedes gezeigt. "Das sagt alles", so Marko.

Doch dass es dazu kommt, glaubt der Österreicher nicht: "Ich befürchte, dass Mercedes-Teamchef Toto Wolff sich dieses Jahrhundert-Duell nicht antut", sagt er. "Dann muss Sebastian wohl ein Jahr Pause machen und seine Chancen für 2022 abwägen. Jung genug ist er ja noch dafür."

Für die mögliche letzte Formel-1-Saison wünscht er dem Deutschen vor allem eines: Ferrari soll ihm die Möglichkeit geben, sein Können noch einmal unter Beweis zu stellen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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