Helmut Marko: Max Verstappen profitiert von "Fehlern" von Vater Jos

Weil Jos Verstappen in seiner eigenen Karriere einige unglückliche Entscheidungen getroffen hat, wiederholen sich diese Fehler laut Helmut Marko bei Sohn Max nicht

Helmut Marko: Max Verstappen profitiert von "Fehlern" von Vater Jos

Jos Verstappen blieb die ganz große Formel-1-Karriere immer verwehrt. Zwar absolvierte der Niederländer 106 Rennen in der Königsklasse. Mehr als zwei Podestplätze sprangen in dieser Zeit für ihn aber nicht heraus. Helmut Marko glaubt, dass Sohn Max heute genau von diesen ausgebliebenen Erfolgen seines Vaters profitiert.

"Man muss das von Anfang an sehen. Sein Vater Jos war ein erfolgreicher Formel-1-Fahrer, ein schneller", erklärt Marko bei 'ServusTV'. Allerdings habe Verstappen Senior bei den Entscheidungen in seiner Karriere "einige Fehler" gemacht. "Er hat seinen Sohn unter all diesem Wissen, unter Vermeidung jeglicher Fehler aufgebaut", so Marko.

Was der Österreicher konkret meint: Gleich bei seinem Formel-1-Debüt in der Saison 1994 war Jos Verstappen auf verlorenem Posten. Er wurde bei Benetton an der Seite von Überflieger Michael Schumacher ins kalte Wasser geworfen und sah gegen den späteren Rekordweltmeister im ersten Formel-1-Jahr wenig überraschend kein Land.

Verstappens Karriereplanung "aufgegangen"

Auch die späteren Teamwechsel waren nicht von Erfolg gekrönt. 1995 fuhr er für Simtek, doch nach fünf Saisonrennen sperrte der Hinterbänkler aus finanziellen Gründen zu. Es folgten weitere Engagements bei Footwork, Tyrrell, Stewart, Arrows und Minardi. Zu einem Topteam schaffte es Verstappen nach dem kurzen Benetton-Gastspiel nie wieder.

Die eigenen Fehler haben Verstappen laut Marko dabei geholfen, die Karriere seines Sohnes deutlich besser zu planen. Max wurde 2015 ein Jahr bei Toro Rosso aufgebaut, bevor er während der laufenden Saison 2016 zu Red Bull befördert wurde. Seitdem ist er seinem aktuellen Arbeitgeber treu, 2021 wurde er zum ersten Mal Weltmeister.

"Das ist aufgegangen", lobt Marko die Karriereplanung von Jos Verstappen für seinen Sohn und erklärt, man habe "sukzessive hingearbeitet" auf den WM-Titel, der nun "die Krönung" der jahrelangen Arbeit gewesen sei. "Max hat das optimal umgesetzt", lobt der Österreicher auch Verstappen Junior.

Verstappen für immer bei Red Bull?

Leicht sei die Zusammenarbeit mit Jos Verstappen übrigens nicht immer gewesen. "Am Anfang war's ein bisschen schwierig, aber er ist dann mehr in den Hintergrund getreten", schmunzelt Marko, der erklärt, dass es bei Red Bull hinter den Kulissen auch mit der gesamten Familie Verstappen inzwischen "harmonisch" zugehe.

Auch das dürfte ein Grund sein, warum Max Verstappen aktuell keinen Gedanken daran verschwendet, Red Bull zu verlassen. Bereits unmittelbar nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi erklärte er, dass er am liebsten noch "zehn oder 15 Jahre" für die Bullen fahren würde. "Ich bin sehr froh, wo ich jetzt bin", stellt er noch einmal klar.

Verstappens aktueller Red-Bull-Vertrag läuft noch bis Ende 2023. Gegenüber 'Motorsport-Total.com' hat Marko aber zuletzt verraten, dass dieser bereits vorzeitig verlängert werden könnte - möglicherweise noch in diesem Winter.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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