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Helmut Marko: "Nix is fix" zwischen Volkswagen und Red Bull

Eine Zusammenarbeit zwischen Red Bull und Volkswagen in der Formel 1 würde auf vielen Ebenen Sinn ergeben, doch Helmut Marko bleibt beim Thema vage

Helmut Marko: "Nix is fix" zwischen Volkswagen und Red Bull

Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko hat Spekulationen, wonach Red Bull ab 2025 ein logischer Partner für ein mögliches Engagement des Volkswagen-Konzerns in der Formel 1 sein könnte, am Montagabend bei Red Bulls Haussender 'ServusTV' zumindest nicht energisch dementiert.

Über mögliche Kooperationen rede er ungern, lässt Marko durchklingen, denn Red Bull habe "in der Vergangenheit schon mit sehr vielen Firmen gesprochen". Auf die konkrete Frage des Moderators, ob die neuesten Gerüchte stimmen, dass Porsche mit Red Bull verhandeln soll, entgegnet er: "Wir sprechen immer wieder. Aber fix is nix."

Auf erneute Nachfrage, ob man das aber immerhin nicht ausschließen könne, bleibt Marko schwammig und winkt ab: "Nix is fix."

Von außen betrachtet wäre eine Zusammenarbeit logisch, sollte sich der Volkswagen-Konzern wirklich dazu entscheiden, ab 2025 entweder Audi, Lamborghini oder Porsche in der Formel 1 an den Start zu schicken.

Ein Bericht der 'BBC' hatte zuletzt neben Red Bull auch die britischen Traditionsteams McLaren und Williams als mögliche Partner für ein Joint-Venture ins Spiel gebracht. Doch der angebliche Draht zu Williams ist trotz des ehemaligen Volkswagen-Sportchefs Jost Capito weit hergeholt, und bei McLaren müsste sich Volkswagen mit dem Königshaus von Bahrain als Shareholder arrangieren.

Machen es drei Steirer unter sich aus?

Da ist für Branchenkenner schon viel eher vorstellbar, dass sich mit Dietrich Mateschitz, Helmut Marko und Fritz Enzinger, dem Gesamtverantwortlichen für alle Motorsportaktivitäten des Volkswagen-Konzerns, drei waschechte Steirer an einen Tisch setzen und unbürokratisch ausschnapsen, wie sie zusammen die Zukunft gestalten wollen.

Zumal sich Red Bull mit der Gründung der neuen Motorenfirma Red Bull Powertrains, die ab 2022 die Honda-Technologie weiterbetreiben wird, gerade neu aufstellt. Und ein Formel-1-Team mit eigenem Chassis- und Motorencampus an einem sozusagen vollintegrierten Standort ist perspektivisch ein sehr spannendes Asset für einen potenziellen Werkspartner.

Doch bis dahin sind noch viele Schritte zu gehen.

Erstmal liegt der Ball bei den handelnden Personen auf Seiten der Formel 1, der FIA und der derzeit engagierten Motorenhersteller. Die müssen mit dem Reformreglement für 2025 jene Rahmenbedingungen schaffen, die für Volkswagen attraktiv genug sein könnten, um im dritten Anlauf innerhalb der letzten sechs Jahre wirklich eine der hauseigenen Konzernmarken an den Start zu schicken.

Red Bull Powertrains: Attraktives Set-up für Investoren

Erst einmal ist Red Bull mit der eigenen Powertrains-Division "autark" geworden, wie Marko sagt: "Die Ausrüstung ist so, dass wir nicht nur die Wartung von unseren Motoren dann ab 2022 selbst durchführen können, sondern wir haben die technischen Möglichkeiten, einen neuen Motor auch selbst entwickeln zu können."

Denn das Reglement ab 2025 soll als Resultat einen Formel-1-Motor bringen, der "wesentlich simpler und gleichzeitig kostengünstiger ist", glaubt Marko - übrigens zwei Kriterien, die auch dem Volkswagen-Konzern mutmaßlich wichtig sind (neben dem Thema ökologische Nachhaltigkeit in Form von E-Fuels, E-Turbo, Downsizing, etc.).

Die Möglichkeit, nach dem Ausstieg von Honda Kundenteam bei Ferrari, Mercedes oder Renault zu werden, sei hingegen nie ernsthaft zur Debatte gestanden: "Da waren wir einstimmig der Meinung, dass das nicht im Sinne und im Spirit von Red Bull ist", unterstreicht Marko.

Mit Bildmaterial von ServusTV (Leo Neumayr).

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Urheber Christian Nimmervoll