"Hier geht's um Resultate": Latifi arrangiert sich mit Williams-Aus

Nicholas Latifi gibt zu, dass seine Ergebnisse bei Williams in der Formel 1 nicht gut genug gewesen sind - Er erklärt, warum es 2022 nicht mehr vorwärts ging

"Hier geht's um Resultate": Latifi arrangiert sich mit Williams-Aus
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"In diesem Sport geht es um Resultate und die Performance war dieses Jahr aus einer Reihe von Gründen nicht da." - Nicholas Latifi versteht die Entscheidung von Williams, in der Formel-1-Saison 2023 nicht mehr mit ihm weiterzumachen.

Dem Kanadier ist es in diesem Jahr noch nicht gelungen, in die Punkteränge zu fahren. Spätestens seit der Galavorstellung von Nyck de Vries beim Großen Preis von Italien in Monza wuchs die Kritik an Latifi, der von manchen als einer der letzten Paydriver in der Formel 1 betitelt wird. Er betont aber, dass Monza nicht entscheidend gewesen sei, sondern die gesamte Saison.

"Es ist ganz einfach: In diesem Sport geht es um Resultate und die Performance war dieses Jahr aus einer Reihe von Gründen nicht da. Das Team musste eine Entscheidung treffen und hat diejenige gefällt, die für es selbst am besten gewesen ist. Und sie wollen in eine andere Richtung gehen. Ganz einfach", sagt der 27-Jährige im Vorfeld des Singapur-Grand-Prix.

"Ich kann die Entscheidung natürlich nachvollziehen. Eigentlich habe ich sie bereits akzeptiert und plane bereits die nächste Phase meiner Karriere. Ich bin zufrieden mit dem, was ich geleistet habe. Das hat es mir sogar etwas leichter gemacht, diese Entscheidung zu akzeptieren. Es ist sich halt einfach nicht ausgegangen. Ich bereue nichts, weder auf noch abseits der Strecke."

Nicholas Latifi debütierte im Jahr 2020 beim damals finanziell nicht auf Rosen gebetteten Williams-Team. Er zeigte in seinem Rookiejahr Fortschritte, die ihm eine zweite Saison bei Williams einbrachten.

 

Im Jahr 2021 zeigte er dann seine beste Saison. An der Seite von Supertalent George Russell war es natürlich schwierig zu glänzen, doch Latifi fuhr sieben WM-Punkte ein und war in Ungarn sogar stärker als sein Teamkollege, der in dieser Saison sogar Lewis Hamilton Paroli bieten kann.

Warum es 2022 einfach nicht "geklickt" hat

2022 ging dann aber gar nichts mehr. Latifi steht nach 16 Rennen noch immer ohne Punkte da und hat auch gegen Alexander Albon seine Schwierigkeiten, der seinerseits gegen Max Verstappen bei Red Bull keine Stiche setzen konnte. Latifi bemängelt fehlendes Vertrauen in den Williams FW44.

"Die Philosophie dieser Fahrzeuge, nicht notwendigerweise unseres eigenen Autos, hat dafür gesorgt, dass sie schwerer zu fahren sind. Sie verzeihen weniger und sind mehr am Limit gebaut. Das liegt vor allen an den Reifen, aber auch an der Aerodynamik und der Steifigkeit."

"Es ist einfach nicht so schön, mit ihnen zu fahren. Hinzu kommt, dass unser Auto auch noch ein fundamentales Balanceproblem aufweist. Wir wissen, dass uns Abtrieb fehlt. Natürlich will man davon immer mehr. Aber wir sind immer auf den Strecken am schwächsten, auf denen mit maximalem Abtrieb gefahren wird."

"Aber für mich ist das Problem die Balance des Fahrzeugs. Im letztjährigen Auto habe ich mich wesentlich wohler gefühlt. Um ehrlich zu sein war aber auch dieses Auto nicht auf meinen Fahrstil zugeschnitten. Ich musste einiges umstellen und mich neu einstellen. Aber das ist mir mit dem 2021er-Auto leichter gefallen. Das ist die Philosophie der Autos. Dieses Jahr hat es einfach nie 'Klick' gemacht."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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