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Historische Triple-Pole: Warum sind Briten so gute Formel-1-Fahrer?

Erstmals seit 1968 stehen drei Briten in einem Formel-1-Qualifying ganz vorne, doch woher kommt die Fülle an Talent von der Insel

Historische Triple-Pole: Warum sind Briten so gute Formel-1-Fahrer?

Der 6. Juli 2024 war für England ein Tag zum Feiern. Am späten Nachmittag gewann nicht nur die Fußball-Nationalmannschaft ihr EM-Viertelfinale gegen die Schweiz im Elfmeterschießen, zuvor konnten die Fans in Silverstone auch Historisches erleben: Denn ausgerechnet beim Heimspiel werden drei Briten die ersten drei Startplätze belegen.

George Russell, Lewis Hamilton und Lando Norris ist damit etwas gelungen, was es seit 1968 nicht mehr gegeben hat. 56 Jahre ist es her, dass zum letzten Mal drei Briten in einer Formel-1-Qualifikation ganz oben waren. Damals hießen die Namen noch Jim Clark, Graham Hill und Jackie Stewart - alle drei Formel-1-Weltmeister.

Das kann man von den Top 3 in Silverstone 2024 noch nicht sagen, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Zugetraut wird allen dreien, dass sie eines Tages auch einmal nach der Formel-1-Krone greifen können, wobei Hamilton ja sowieso schon über jeden Zweifel erhaben ist.

 

Doch es ist kein Zufall, dass ausgerechnet drei Fahrer von der Insel ganz oben sind, denn England ist immer noch die Wiege des Motorsports. Nirgendwo sonst ist die Breite an Fahrern so groß wie in Großbritannien.

Während der Boom in Deutschland fast komplett abgeebbt ist, scheint es an talentierten Fahrern in Großbritannien nicht zu mangeln. In der Formel 3 sind 2024 sechs britische Fahrer am Start, Deutschland kommt mithilfe eines Oliver Goethe, der bis auf einen deutschen Vater eigentlich keine Verbindungen zu dem Land hat, immerhin auf die Hälfte davon.

In der Formel 2 sind immerhin drei Briten am Start, wobei mit Oliver Bearman einer bereits seinen Formel-1-Platz für das kommende Jahr sicher hat. Und Deutschland? Error 404. Kein Anschluss unter dieser Nummer.

Jackie Stewart, Jim Clark und Graham Hill

Die großen Briten damals: Jackie Stewart, Jim Clark und Graham Hill

Foto: Motorsport Images

Und während England den Unterbau mit seiner eigenen GB3-Serie weiter füttern kann, wurde die deutsche Formel-4-Serie bereits vor einigen Jahren eingestellt

"Die Wurzeln im Motorsport sind die am weitesten entwickelten", sagt George Russell über den Vorteil seines Landes. "Und wir haben das Glück, das wir so viele großartige Fahrer haben. Viele treiben sich gegenseitig auf ihrer Reise an, und ich denke, dass viele großartige britische Fahrer der Vergangenheit Youngster inspiriert haben, mit dem Rennsport anzufangen."

Rekordlisten von Briten dominiert

Die Rekordlisten der Formel 1 werden im Grunde schon lange von Großbritannien angeführt. 20 Titel kann das Königreich auf sich vereinen - Rekord. Mit zehn Weltmeistern stellt man auch mit Abstand die meisten Champions in diesem Sport. Deutschland, Brasilien und Finnland folgen auf Platz zwei - mit je drei.

Natürlich hat Großbritannien auch die meisten Siege, die meisten Polepositions, die meisten schnellsten Rennrunden und so weiter - und das alles mit Abstand.

Und derzeit hat man eben auch wieder gleich drei Piloten in Spitzenteams vertreten, die die Bilanz weiter aufbessern können. Die Niederlande (Verstappen), Mexiko (Perez), Monaco (Leclerc), Spanien (Sainz) und Australien (Piastri) haben in den Topteams nur ein Eisen im Feuer.

Bedingungen kamen Briten auch entgegen

Und wenn dann die Sterne günstig stehen, dann können an einem regnerischen Tag in Silverstone, wo auch das allererste Formel-1-Rennen der Geschichte stattfand und in dessen Umfeld die meisten Formel-1-Teams angesiedelt sind, drei Briten beim Heimspiel glänzen.

"Das ganze Wochenende über waren wir drei im Durchschnitt die schnellsten", sagt Norris. "Wir mögen solche Bedingungen, wie in Kanada, wo wir drei ebenfalls zu den Schnellsten gehörten."

"Nirgendwo ist es so umkämpft wie in England", sucht er nach einer Erklärung. "Das Wetter und die große Konkurrenz beim Aufwachsen, das sind die wichtigsten Punkte."

Und Hunderttausende auf den Tribünen dürften auch am Sonntag hoffen, dass England die Oberhand über die Niederlande auch schon vor dem EM-Halbfinale am kommenden Mittwoch behält.

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