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Hitzewelle in Spielberg: Racing Bulls ohne Ventilatoren

In der Garage der Racing Bulls müssen die Mechaniker laut Geschäftsführer Peter Bayer auf Ventilatoren verzichten

"Schwitzen fürs Team": Warum Racing Bulls die Ventilatoren abstellt

Die Mechaniker der Racing Bulls müssen in Österreich auf Ventilatoren verzichten

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Die aktuelle Hitzewelle in Europa macht auch vor dem Großen Preis von Österreich keinen Halt. Trotzdem verzichtet man in der Garage der Racing Bulls auf Ventilatoren. Das hat Geschäftsführer Peter Bayer bei Sky erklärt.

Auf die Frage, ob der Geschäftsführer der Junior-Bullen einen klimatisierten Platz erwischen würde, lautet die Antwort des 55-Jährigen: "Nein, haben wir nicht."

"Ich habe mich gestern beschwert", erzählt Bayer. "Vorne an der Pitwall ist es klimatisiert. Wir haben hier die Ventilatoren abgeschaltet, weil [sie] die aerodynamischen Sensoren stören würden. Damit [stimmt] die Balance von dem Auto nicht mehr", so seine Begründung. "Deswegen schwitzen wir fürs Team."

Anders geht man mit der Situation bei Williams um. "Bei einigen heißen Rennen", so James Vowles, "haben wir in der Garage eine Klimaanlage. Ich weiß, das klingt verrückt, denn die ist ja geöffnet. Aber es macht für das Team einen riesigen Unterschied."

"Hier nutzen wir einfach große Ventilatoren", erklärt der Williams-Teamchef. "Aber das reicht aus. In Österreich ist es warm, aber es ist nicht unangenehm. Das hier ist angenehm warm. In Singapur ist es warm und unangenehm."

Trotz der Entscheidung gegen die Ventilatoren ist sich Bayer der großen Herausforderung für Teams und Fahrer bewusst. "Wir haben natürlich damit zu kämpfen", erklärt der Geschäftsführer am Sky-Mikrofon. "Es fängt damit an, dass für die Fahrer die körperliche Belastung wesentlich größer ist als bei einem normalen Rennen."

"Die FIA hat ja diesen [Hitzealarm] ausgerufen", fährt Bayer fort. Daher werden bei den Fahrern Kühlungssysteme eingesetzt, wobei diese laut dem Geschäftsführer nicht über eine ganze Renndistanz wirken.

Als Folge der Hitzewarnung sind Fahrer entweder dazu verpflichtet, eine Kühlweste zu tragen, oder - falls die darauf verzichten sollten - 0,5 Kilogramm Ballast im Cockpitbereich hinzuzuladen.

Strategisch bringt Bayer den höheren Reifenverschleiß und eine daraus resultierende Zweistoppstrategie ins Spiel. "Bei uns waren [die Bremsen] gestern ein Thema", ergänzt der bei Sky. "Da haben wir uns über Nacht ein bisschen was angeschaut, auch im Simulator."

"Wir glauben", so Bayer, "dass wir das über Einstellungen korrigieren können. Kühlung war bei uns soweit weniger ein Thema. Du siehst auch hier diesen großen Einlass. Wir hatten bei einigen Events am Anfang der Saison tatsächlich das Problem, dass wir übergekühlt haben. Das hilft uns natürlich jetzt beim Rennen wie hier."

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