Hoffnungsschimmer verpufft: Ferrari verliert im entscheidenden Moment
Bringt Miami die Wende in der Formel-1-WM 2026? "Hatte gehofft, dass wir besser sein würden", sagt Lewis Hamilton - aber Charles Leclerc meint: "Wir haben die Pace"
Lewis Hamilton fühlt noch nicht, wie er die Saison 2026 drehen soll ...
Foto: LAT Images
Die Erwartungen waren groß bei Ferrari, bevor am Freitag in Miami das dritte Segment des Sprint-Qualifyings begann. Charles Leclerc hatte in SQ1 Platz 2 belegt und in SQ2 sogar Bestzeit aufgestellt, und Lewis Hamilton war einmal Vierter und einmal Dritter. Es roch danach, als hätten die Regeländerungen mitten in der Formel-1-Saison 2026 die Hackordnung gestürzt, mit dem besseren Ende für Ferrari.
Am Ende stand tatsächlich kein Mercedes auf Sprint-Pole, sondern Weltmeister Lando Norris auf McLaren. Leclerc rutschte vom ersten auf den vierten Platz zurück, mit vier Zehntelsekunden Rückstand, und Hamilton fehlte als Siebter im Ergebnis sogar eine Dreiviertelsekunde. "Ich hatte gehofft, dass wir besser sein würden", seufzt Hamilton. "Aber ja, das Auto fühlte sich nicht besonders toll an."
Warum 2026 für Hamilton so wichtig ist
2026 ist für den siebenmaligen Weltmeister eine Saison von entscheidender Bedeutung. Fährt Ferrari wieder hinterher, und verliert er wieder das Stallduell gegen Leclerc, auch mit einer ganz neuen Fahrzeug-Generation, würde das nahelegen, dass die besten Jahre womöglich hinter ihm liegen könnten. Umso größer waren die Hoffnungen auf das Miami-Update: "Vor dem Wochenende war ich hoffnungsvoll, dass wir weiter vorne stehen können. Aber soll wohl nicht so sein."
Dabei blitzte der schiere Speed des "neuen" Ferrari am Freitag immer mal wieder auf. Mercedes-Pilot George Russell fürchtet jedenfalls schon, dass die Dominanz seines Teams zu Ende sein könnte: "Wir wussten, dass sie die Lücke schließen würden - aber nicht, dass sie uns überholen würden", sagt er nach Platz 6 im Sprint-Qualifying in Miami.
Leclerc: Die Richtung stimmt
Leclerc ist sicher, dass Ferrari mit den Updates einen Fortschritt gemacht hat: "Die Updates sind gut. Es ist nur so, dass jeder was gebracht hat. Wir hatten damit gerechnet, dass Mercedes immer noch das Auto sein wird, das es zu schlagen gilt. McLaren hat einen Riesenschritt gemacht, aber dazu muss man auch sagen, dass die in den ersten paar Saisonrennen noch nicht optimal aufgestellt waren. Sie hatten das Potenzial, haben es aber nicht umgesetzt bekommen."
"Wir hatten heute besonders mit den Reifen Probleme", sagt Leclerc. "Der Medium hat gut funktioniert. Auf dem Soft war das Gefühl aber nicht schön. Das müssen wir uns anschauen. Wir wissen, dass unsere Rennpace stärker ist. Im Qualifying haben wir aber noch ein bisschen Arbeit vor uns. Im Qualifying am Samstag müssen wir ein bisschen feintunen und was finden. Im Rennen traue ich uns dann zu, dass wir dabei sind. Wir haben die Pace dafür. Die Frage ist nur, ob wir überholen können."
Charles Leclerc liegt aktuell mit 49 Punkten an dritter Stelle der Fahrerwertung der Formel-1-WM 2026. Gesamtführender ist Mercedes-Pilot Kimi Antonelli (72 Punkte). Lewis Hamilton ist mit 41 Punkten Vierter.
Der F1-Sprint in Miami findet am Samstag um 18 Uhr MESZ statt; das Qualifying dann um 22 Uhr. (Hier klicken: Zeitplan Miami und Formel-1-Kalender 2026)
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