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Honda nimmt FIA in die Pflicht: "Grauzonen im Reglement vermeiden"

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Honda nimmt FIA in die Pflicht: "Grauzonen im Reglement vermeiden"
Autor:
Co-Autor: Scott Mitchell
03.02.2019, 15:58

Vier Jahre nach dem Wiedereinstieg in die Formel 1 tut sich Honda nach wie vor schwer, es mit den dominierenden Herstellern Mercedes und Ferrari aufzunehmen

Zur Formel-1-Saison 2015, der zweiten des nach wie vor gültigen Hybridmotoren-Reglements, wagte Honda nach sechs Jahren Pause den Wiedereinstieg in den Grand-Prix-Sport. Die Erfolge, die der japanische Motorenhersteller seitdem eingefahren hat, halten sich aber in extrem überschaubaren Grenzen.

In den drei Jahren mit McLaren stolperte Honda von einer Krise in die nächste. Highlights waren lediglich drei fünfte Plätze, die Fernando Alonso in Ungarn 2015 sowie Monaco und USA 2016 einfuhr. In der Konstrukteurs-WM schaffte es McLaren-Honda in diesem Zeitraum nicht über P6 (2016) hinaus.

Zur Saison 2018 wechselte Honda die Fronten und dockte bei Toro Rosso an. Mit dem vierten Platz von Pierre Gasly beim Grand Prix von Bahrain wurde direkt im zweiten Rennen der neuen Allianz ein neues Honda-Highlight gesetzt. Am Saisonende reichte es für Toro Rosso trotzdem nur zu P9 und damit dem vorletzten Platz in der Konstrukteurswertung. 2019 soll alles besser werden, denn neben Toro Rosso rüstet Honda nun auch das Topteam Red Bull aus.

 Bisheriges Honda-Highlight seit Comeback: P4 von Pierre Gasly in Bahrain 2018

Bisheriges Honda-Highlight seit Comeback: P4 von Pierre Gasly in Bahrain 2018

Dass man sich in den vier Jahren seit dem Comeback bislang so schwergetan hat, versucht Honda-Motorsportchef Masahi Yamamoto mit dem Reglement zu erklären. Als die Hybridmotoren eingeführt wurden, "waren alle, insbesondere Mercedes und Ferrari, darauf bedacht, die Grauzonen auszuloten", sagt Yamamoto im Gespräch mit 'Motorsport.com'.

In diesem Zusammenhang merkt der Honda-Motorsportchef an: "Wir waren diejenigen, die später dazukamen. Somit hatten wir hinsichtlich des Wissens und der Erfahrung einfach Rückstand. Deshalb ist Honda der Ansicht, dass all diese Grauzonen ausgelöscht werden sollten. Wir wollen, dass es keine mehr gibt. Keine Grauzonen, das ist unsere Hoffnung." Die FIA hat das Reglement für die Formel-1-Saison 2019 bereits in einigen Details überarbeitet.

Fotostrecke: 10 neue Formel-1-Regeln für die Saison 2019

Fotostrecke
Liste

1. Höheres Benzinlimit

1. Höheres Benzinlimit
1/10

Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images

Die Turboära sollte effizientere Motoren hervorbringen, hat aber vor allem dafür gesorgt, dass die Fahrer im Rennen im Spritsparmodus unterwegs sind. Schon 2017 hob man das Limit von 100 auf 105 Kilogramm an, 2019 kommen weitere fünf Kilogramm dazu. Wird das Racing dadurch besser?

2. Hilfe für schwerere Piloten

2. Hilfe für schwerere Piloten
2/10

Foto: Jerry Andre / Motorsport Images

Bislang hatten Fahrer mit mehr Gewicht einen deutlichen Nachteil. Sie haben lange Zeit dafür gesorgt, dass das Mindestgewicht des Autos überschritten wurde. Und selbst wenn man innerhalb des Bereiches lag, hatten sie mit einer ungünstigeren Gewichtsverteilung zu kämpfen. Die Folge: Fahrer hungerten oder verzichteten während des Rennens sogar auf Trinkflaschen. Damit soll nun Schluss sein: 80 Kilogramm muss ein Fahrer mit Sitz nun zusammen wiegen. Und wer das nicht erreicht, muss das Zusatzgewicht nun in einem bestimmten Bereich im Cockpit verteilen. Vorteil adé!

3. Grid-Strafen

3. Grid-Strafen
3/10

Foto: Sutton Images

Einer der negativsten Aspekte der Hybrid-Ära sind die zahlreichen Strafen für den Wechsel von Motorenteilen, der nicht nur die Fans verwirrt hat. Wer wo startet wurde teilweise zum Ratespiel. 2018 hat man Fahrer mit mehr als 15 Plätzen Strafe einfach ans Ende versetzt, was es etwas einfacher gemacht hat. Trotzdem führte das zu kuriosen Szenen: Wer im Training am Freitag zuerst raus fuhr, hatte die beste Position am Ende. Damit ist nun Schluss: Sollten mehrere Fahrer ans Ende des Feldes gesetzt werden, entscheidet nun die Position in der Qualifikation. Ausnahme: 107-Prozent-Verpasser starten noch hinter den Motorenopfern.

4. Neue Grenze bei der Ölverbrennung

4. Neue Grenze bei der Ölverbrennung
4/10

Foto: Andrew Hone / Motorsport Images

Ein kontroverses Thema bei der Suche nach mehr Leistung war das Verbrennen von Öl. Die FIA schritt ein und setzte den Teams eine Grenze, wie viel Öl sie verbrauchen dürfen. 2019 muss nun der zusätzliche Öltank im Qualifying leer bleiben. Weniger Öl, weniger Party ...

5. Überholen nach dem Safety-Car

5. Überholen nach dem Safety-Car
5/10

Foto: Simon Galloway / Motorsport Images

Fahrer müssen sich nun länger gedulden, bis sie nach einer Neutralisation überholen dürfen. Galt bislang die erste Safety-Car-Linie als Startpunkt, ist es nun wieder die Start-/Ziellinie. Auch ab da werden erst wieder die grünen Flaggen geschwenkt.

6. Erfahrung für Neulinge

6. Erfahrung für Neulinge
6/10

Foto: Andrew Hone / Motorsport Images

Weil das Teampersonal aus Kostengründen auf 60 Mann reduziert ist, verzichteten die Teams meist auf das Heranführen junger Fachkräfte, um keinen wertvollen Slot zu verlieren. Jetzt bekommt jedes Team sechs Ausnahmen für Nachwuchskräfte. Keiner darf jedoch mehr als zwei Grands Prix beiwohnen.

7. Teams prüfen Autos selbst

7. Teams prüfen Autos selbst
7/10

Foto: Andy Hone / Motorsport Images

Bislang hat die FIA die Autos vor einem Rennevent abgenommen, jetzt sollen die Teams das Scrutineering selbst erledigen und spätestens 18 Stunden vor dem 1. Freien Training eine Erklärung abgeben, dass das Auto den Regeln entspricht. Kontrolliert wird im Laufe des Wochenendes natürlich trotzdem.

8. Aufwärmrunde bei Boxengassen-Start

8. Aufwärmrunde bei Boxengassen-Start
8/10

Foto: Zak Mauger / Motorsport Images

Wer bislang aus der Boxengasse starten musste, durfte nicht mit an der Formationsrunde teilnehmen und hatte keine Chance, sein Auto noch einmal zu testen. Ab 2019 darf man sich hinter allen Konkurrenten einreihen, muss anschließend aber wieder in die Boxengasse abbiegen.

9. Neue Rennausrüstung

9. Neue Rennausrüstung
9/10

Foto: Uncredited

Biometrische Handschuhe sind nun Pflicht, auch wenn alle Fahrer damit schon unterwegs waren. Neue Sicherheitsstandards gibt es nun beim Helm: Eine kleinere Visieröffnung und eine bessere Energieabsorption sollen den vorderen Kopfbereich besser schützen.

10. Rennen bis zum Ziellicht

10. Rennen bis zum Ziellicht
10/10

Foto: Jerry Andre / Motorsport Images

Nach der Verwirrung um die von Model Winnie Harlow zu früh gezeigte Zielflagge in Montreal, gibt es nun ein neues Signal für das Rennende. Neben der Zielflagge wird nun ein schwarz-weiß-kariertes Lichtsignal an der Ziellinie gezeigt, wenn alle Runden absolviert wurden.

 

Doch selbst Yamamoto ist klar, dass es gewisse Grauzonen immer geben wird. "Die Leute, die die Regeln aufstellen, sind Spezialisten, aber sie besitzen nicht das Detailwissen derjenigen, die am Design [der Autos] arbeiten", weiß er und kommt daher zum Schluss: "Grauzonen wird es wohl immer geben, aber es ist schon so, dass die vielen Spezialisten bei der FIA bessere Regeln aufstellen könnten, um Grauzonen zu vermeiden. Sie können einen besseren Job machen als sie es momentan tun."

Mit Bildmaterial von LAT.

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