Honda: Verstappen-Titel der Lohn für das Vertrauen ins Motorenprogramm

Max Verstappen hat mit Red Bull und Honda die Formel-1-Weltmeisterschaft gewonnen - War das der Lohn für das Vertrauen ins Programm der Japaner?

Honda: Verstappen-Titel der Lohn für das Vertrauen ins Motorenprogramm

Max Verstappen hat in einem Herzschlagfinale in Abu Dhabi seinen Mercedes-Konkurrenten Lewis Hamilton niedergerungen und in der letzten Runde für Red Bull und Honda die Formel-1-Weltmeisterschaft gewonnen. Laut Honda-Formel-1-Technikchef Toyoharu Tanabe war das der ultimative Lohn für das endlose Vertrauen der Japaner in ein erfolgreiches Motorenprogramm.

Honda ist im Jahr 2015 mit McLaren als Motorenlieferant in den Sport zurückgekehrt, hatte zu Beginn aber mit Leistungs- und Haltbarkeitsdefiziten zu kämpfen. Außerdem mussten die Japaner ihren Motor in das enge McLaren-Chassis einbauen, was keine einfache Aufgabe war. Der Schuss ging nach hinten los, denn es hagelte von allen Seiten Kritik.

Unvergessen bleibt Fernando Alonsos "GP2-Motor"-Aussage, die auch dazu beigetragen hat, dass das Fass zum Überlaufen gebracht wurde. Drei fruchtlose Jahre mit McLaren führten zur Trennung im Herbst 2017. Jedoch blieb Honda der Königsklasse treu: Aus dem Nichts heraus wurde Toro Rosso - heute AlphaTauri - als neuer Kunde für die Saison 2018 gefunden.

Honda und Red Bull: Jetzt läuft's!

Honda schien sich in der Red-Bull-Familie deutlich wohler zu fühlen, weshalb die Japaner ab der Saison 2019 auch das Topteam des Konzern mit Motoren beliefern durfte. Das war der Anfang einer Erfolgsgeschichte, denn plötzlich entwickelte sich Red Bull wieder zu einem Topteam in der Formel 1. Vergangenen Winter schaffte es der Rennstall dann, auf einem Level mit Mercedes zu sein.

Der Rest ist Geschichte: Verstappen und Hamilton lieferten sich im Jahr 2021 einen heißen Titelkampf mit Kontroversen, Dramatik und Spannung bis zum letzten Meter. Verstappen gewann die Fahrermeisterschaft, während Mercedes den Konstrukteurstitel holte. Honda glaubt, dass Verstappens erster Titel der Lohn dafür ist, niemals aufgegeben und in ihr Programm vertraut zu haben.

"Max' Sieg in der Fahrermeisterschaft ist für uns ein großer Erfolg", sagt Tanabe. "Wir sind seit 2015 Teil des Sports und mussten durch schwierige sieben Jahre gehen, um uns stetig zu verbessern. Wir lagen vergangenes Jahr deutlich hinter Mercedes, aber ich bin glücklich darüber, wie weit wir dieses Jahr gekommen sind . Wir haben sowohl um den Fahrer- als auch Konstrukteurstitel gekämpft."

Abschied mit dem Titel

"Leider haben wir die Konstrukteursmeisterschaft nicht gewonnen, aber ich glaube, dass wir dieses Jahr so weit gekommen sind, weil wir an unsere Technologie geglaubt haben", so Tanabe weiter. "Wir waren entschlossen, das zu tun, was wir tun mussten, um zu gewinnen. Wir haben hart gearbeitet und unsere Technologie weiterentwickelt, um zu siegen."

Gleichzeitig war der Sieg in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2021 der Abschied von Honda aus der Königsklasse. Die Japaner verabschieden sich damit auf höchster Note. Red Bull wird die Motorenentwicklung selbst vorantreiben und in Milton Keynes einen eigenen Motor entwickeln, da Honda sich für den Ausstieg entschieden hat. Im Jahr 2022 gibt es ein Übergangsjahr, in dem das Team weiterhin auf die Hilfe von Honda zählen kann.

Doch was war das Erfolgsgeheimnis von Honda und Red Bull? Laut Tanabe haben sowohl AlphaTauri - damals Toro Rosso - als auch Red Bull offen mit Honda an der Entwicklung der Antriebseinheit gearbeitet. "Wir haben uns gegenseitig verstanden", so der Japaner. "Es kam alles zusammen, das war ein großartiger Moment für uns."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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