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Horner: Lauda & Marko waren wie die Alten aus der Muppet-Show

Red-Bull-Teamchef Christian Horner erinnert sich mit Freude zurück an das traditionelle Frühstück mit Niki Lauda - Claire Williams über Lauda als Verkuppler

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Horner: Lauda & Marko waren wie die Alten aus der Muppet-Show

Zwei Österreicher, die den Sport über Jahre verfolgten, mal als Konkurrenten auf der Rennstrecke, später dann abseits, prägten die Formel 1 wie kaum andere. Immer begegneten sie sich mit viel Respekt und Wertschätzung für das Gegenüber. Helmut Marko und Niki Lauda zogen gemeinsam die Fäden in zwei der Topteams der Formel 1. Jetzt hat den 75-Jährigen sein Freund für immer verlassen.

"Wir werden definitiv das gemeinsame Frühstück vermissen, wo er immer zu uns kam, fast jeden Morgen und Helmut und er würden dann wie die zwei Alten aus der Muppet Show, Waldorf und Statler, dortsitzen und alle Aspekte des Lebens kommentieren", erinnert sich Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Lauda ging gerne in das Red-Bull-Motorhome, obwohl er Vorstandsvorsitzender eines Konkurrenten war. Der Wiener tauschte sich mit Marko über alle möglichen Lebensbereiche aus. Die beiden waren außerdem immer gern gesehene Gäste in der TV-Übertragung des ORF, wo sie sich selbst vor laufender Kamera oft neckten.

Als der Grazer schließlich vom Tod Laudas erfuhr, war er sichtlich mitgenommen. Er bleibe nun als letzter Methusalem im Fahrerlager übrig, meinte Marko. Der Ältere der beiden verriet, dass er mit Lauda auch über das Sterben gesprochen habe.

Horner saß des Öfteren gemeinsam mit den beiden Größen am Tisch, wenn diskutiert wurde. "Seine Offenheit, sein Sinn für Humor, seine Fähigkeit zu sagen 'Wie habt ihr das denn verbockt?' oder 'das war nix' - oder wie er uns gratulierte, wenn wir es gut hinbekommen haben", erinnert sich der Brite an die Legende.

"Er war ein toller Kerl, eine großartige Persönlichkeit und er wird sehr vermisst." Nicht nur beim österreichischen Rennstall trauern viele um Niki Lauda, auch die stellvertretende Williams-Teamchefin Claire Williams ist traurig. Sie kannte Lauda seit ihrer Kindheit.

"Persönlich habe ich immer mit Niki darüber gescherzt, dass ich noch Single sei", erinnert sich die Britin. "Ich denke, ich wäre jetzt nicht so schnell verheiratet, hätte Niki keinen Druck auf meinen Mann ausgeübt, mir endlich einen Antrag zu machen - das wird immer eine schöne Erinnerung für mich bleiben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Maria Reyer