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Horner über Ferrari-Crash: Verlierer ist immer das Team

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Horner über Ferrari-Crash: Verlierer ist immer das Team
Autor:
Co-Autor: André Wiegold
22.11.2019, 12:04

Christian Horner bewertet den Ferrari-Unfall in Brasilien - Der Teamchef glaubt, dass immer das Team der Verlierer ist

Die beiden Ferrari-Piloten krachten in der Endphase des Grand Prix von Brasilien ineinander. Sebastian Vettel und Charles Leclerc fielen beide mit Reifenschäden aus und ließen so wichtige Punkte liegen. Red-Bull-Teamchef Christian Horner sieht das Team als den großen Verlierer an und nicht die Fahrer, die keine großen Konsequenzen fürchten müssen.

Horner hat selbst viele Erfahrungen mit Team-internen Fehden gesammelt. Mark Webber und Vettel gerieten im Jahr 2010 in der Türkei aneinander. Damals musste Red Bull seine beiden Piloten wieder auf die richtige Spur bringen. Horner weiß, dass das nicht einfach ist, da viele Fahrer einen besonderen Charakter haben.

"Es kommt immer auf die Situation an und jedes Team hat eine andere Vorgehensweise", so Horner über den Unfall des Ferrari-Duos in Brasilien. "Deshalb ist es für mich auch schwierig, die Situation bei Ferrari einzuschätzen. Der Verlierer ist aber immer das Team."

In solch einem Fall muss ein Rennstakll immer die eigenen Interessen an erster Stelle setzen und die Gefühle der Fahrer hinten anstellen. "Ich bin froh, dass es nicht meine Fahrer sind", sagt Horner erleichtert. "Das ist immer eine sehr schwierige Situation."

"Rennfahrer sind wie Tiere, die immer gewinnen wollen", erklärt der Red-Bull-Teamchef. "Deshalb gibt es auf einen Konflikt zwischen dem, was richtig für das Team und was gut für das Individuum ist." Jedoch kann in der schwierigen Situation, die beiden Ferrari vorherrscht, auch etwas Gutes gesehen werden.

McLaren-Teamchef Andreas Seidl äußert sich ebenfalls über Unfall der beiden Ferrari-Piloten in Brasilien. Er zerbricht sich lieber über solch eine Situation den Kopf, anstatt keinen Erfolg zu haben. Immerhin kämpft Ferrari in der Formel 1 regelmäßig um Podiumsplätze und Rennsiege.

Seidl sagt: "Es ist eine Herausforderung, mit zwei Fahrern auf dem selben Level umzugehen. Wenn es dann auch noch um Rennsiege und Podien geht, wird es noch schwieriger. Ich freue mich, solch ein Luxusproblem in der Zukunft zu bekommen und mit McLaren um Rennsiege und Podien kämpfen zu dürfen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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