Horner: Verstappens Titel "wertvoller", weil er Hamilton besiegt hat

Red-Bull-Teamchef Christian Horner bewertet den Titel von Max Verstappen umso höher, weil er auf harter Arbeit und keiner Formschwäche von Mercedes basiere

Horner: Verstappens Titel "wertvoller", weil er Hamilton besiegt hat

Auch wenn die Kontroverse nach Max Verstappens Titelgewinn in Abu Dhabi, bei dem er von einer späten Safety-Car-Phase profitierte, weitergeht, ist Red Bull der Meinung, dass die Ereignisse die starke Formel-1-Saison des Niederländers nicht überschatten sollten.

Da Verstappen insgesamt zehn Rennen gewonnen hat und der erste Fahrer in der Turbo-Hybrid-Ära ist, der Mercedes im Kampf um den Titel besiegen konnte, sei er ein mehr als würdiger Sieger, betont Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

"Man muss diese Meisterschaft über 22 Rennen hinweg als Ganzes betrachten", sagt der Brite. "Max war dieses Jahr wirklich herausragend. Ich denke, dass er manchmal Pech hatte, aber er hat immer die Ruhe bewahrt. Er fährt mit Herz, mit Leidenschaft, mit großem Können und Entschlossenheit. Und ich denke, er ist ein wirklich verdienter Weltmeister."

Horner: "Das macht es noch wertvoller"

Dabei ist Horner besonders wichtig, dass der Titel durch harte Arbeit und Können errungen wurde und nicht, weil Hamilton und Mercedes nicht in Form waren.

"Ich denke, die Tatsache, dass Max es geschafft hat, gegen Lewis anzutreten, der ganz offensichtlich ein beeindruckender und der erfolgreichste Fahrer aller Zeiten ist, und ihn zu schlagen, macht es nur noch wertvoller. Große Anerkennung auch an Lewis. Er ist in dieser Saison wieder hervorragend gefahren, und ich bin mit dem Ergebnis absolut zufrieden."

Horner hatte in der Schlussphase des Rennens in Abu Dhabi gegenüber Sky erklärt, dass sein Team ein Wunder benötige, damit Verstappen die WM noch gewinnen könne, da Hamilton in Führung liegend komfortabel aussah.

Verstappen in diesem Jahr "herausragend"

Dass sich die Ereignisse so entwickeln würden, wie sie es taten, damit habe er nicht gerechnet. "Ich glaube, ich habe gesagt, dass wir die Hilfe der Renngötter brauchen, und sie haben uns erhört, also vielen Dank an sie", sagt der Red-Bull-Teamchef.

"Wir sind einfach unglaublich stolz auf Max. Er ist ein junger Mann, der seinen Traum lebt. Er hat es mit den Besten der Welt aufgenommen, mit den statistisch Besten, die es je gab. Er hat bei jedem einzelnen Grand Prix alles gegeben, und dieses Jahr war er herausragend. Für einen 24-Jährigen finde ich das ziemlich beeindruckend."

Das entscheidende Rennen am Sonntag bezeichnet Horner als "emotionale Achterbahnfahrt", bei der er eine ganze Reihe von Emotionen durchlebte. Es begann mit einem schlechten Start (von Verstappen; Anm. d. R.) und einem großartigen Start von Lewis. Sie hatten ein bisschen mehr Tempo als wir."

Horner lobt die FIA und die Stewards

"Sie entschieden sich für einen Stopp und wir für zwei Stopps. Und als (Nicholas) Latifi den Unfall hatte, entschieden wir uns natürlich für einen weiteren Reifensatz. Als das Rennen weiterging, musste Max das Beste daraus machen."

"Er hatte nur eine Runde Zeit, und die hat er genutzt", erinnert sich Horner. "Die Freude über diesen Moment war groß. Dann kam natürlich die Vorladung wegen des Safety-Car-Einsatzes und noch eine wegen anderer Dinge. Es waren also ein paar angespannte Stunden. Aber Hut ab vor der FIA und den Stewards, die meiner Meinung nach die richtigen Entscheidungen getroffen haben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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