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Hülkenberg rätselt über Ausfall: "So etwas noch nie gesehen"

Nico Hülkenberg erklärt seinen Ausfall in Barcelona nach einem Zweikampf mit Liam Lawson - Ein Kieselstein soll einen Safety-Trigger ausgelöst haben

Hülkenberg-Ausfall in Barcelona: "Auto war plötzlich tot"

Nico Hülkenberg scheidet in Barcelona aus

Foto: Sutton Images

Nico Hülkenberg hat nach seinem Ausfall beim Barcelona-Grand-Prix die ungewöhnlichen Umstände seines Renn-Endes geschildert. Der Deutsche war zuvor in einen Zweikampf mit Liam Lawson verwickelt, ehe sein Fahrzeug plötzlich vollständig abschaltete.

Auf die Frage, was genau zum Ausfall geführt habe, erklärt Hülkenberg: "Liam ist in Kurve 12 mit einem Rad durch das Kiesbett gefahren und hat einiges an Kies dadurch hochgeworfen. Die Autos haben ja links neben dem Air Intake einen, für die Marshalls im Worst Case, einen Safety-Pull. Und irgendein Stein hat das Ding quasi gezogen und damit das Auto komplett auf einen Schlag ausgeschaltet."

Ein geplanter Boxenstopp sei zu diesem Zeitpunkt offensichtlich nicht der Grund gewesen, dass Hülkenberg so früh im Rennen die Box aufsuchte. Der Deutsche stellt das im Nachhinein auch klar: "Nein, nein. Das Auto war tot. Ich bin dann nur noch in die Boxengasse gerollt. Es war nichts mehr übrig. Es hat komplett abgeschaltet."

Kurioser Defekt sorgt für Frust

Hülkenberg zeigt sich überrascht über die Art des Defekts und spricht von einem der ungewöhnlichsten Ausfälle seiner bisherigen Karriere: "Ja, ist mir auch noch nicht passiert in, keine Ahnung, in den 16 Jahren, in denen ich hier bin. Ziemlich kurios und ungewöhnlich. Sehr unglücklich und seltsam vom Timing her."

Auch Lawson konnte kaum glauben, den Ausfall seines Kontrahenten verursacht zu haben: "Im Ernst? Niemals, das ist ja so unglücklich", sagt der Racing-Bulls-Pilot. "Davon hatte ich offensichtlich keine Ahnung, und wenn ich auf so etwas perfekt zielen könnte ... Aber ich hatte keine Ahnung, ich wusste nur, dass er ausgeschieden ist."

Der Rennverlauf des Audi-Piloten war allerdings zuvor bereits schwierig gewesen. Hülkenberg war in enge Zweikämpfe verwickelt und sah sich auch mit Untersuchungen der Rennleitung konfrontiert. Zudem verlor er im Verkehr hinter Lawson Zeit und klagte über zunehmenden Reifenverschleiß.

"Ich denke, wir hatten deutlich mehr Pace", sagt er rückblickend. "Aber wenn man hier hinter einem Auto festhängt, in meinem Fall hinter Liam während des gesamten Stints bis zum Stopp, ist es sehr schwierig. Sobald man näherkommt, belastet das die Reifen extrem und es entsteht eine Art Abwärtsspirale."

Bittersüßer Barcelona-Grand-Prix

Durch den technischen Defekt blieb dem Audi-Piloten jede Chance auf Punkte verwehrt. Trotzdem zeigte sich Hülkenberg überzeugt, dass das Auto ein konkurrenzfähiges Paket ist: "Ja, klar, ich glaube, das kann man so sagen. Wobei ich mir heute auch ein bisschen mehr erhofft hatte."

"Aber hier ist es immer schwer, hinter einem anderen Auto viel auszurichten, weil es direkt übel auf die Reifen geht." Auch das Überholverhalten von Lawson im direkten Duell kritisierte Hülkenberg deutlich: "Er hat sich ein paar Mal in der Bremszone bewegt. Er war da ziemlich am Limit."

Mit der vom Team gewählten Strategie zeigte sich der Audi-Pilot ebenfalls nicht wirklich zufrieden: "Aber trotzdem sind ein, zwei Sachen passiert im Rennen, auch strategisch, die wir uns anschauen müssen, wobei wir uns, glaube ich, besser verhalten hätten können und helfen können. Aber am Ende haben wir jetzt am Wochenende wieder nichts mitnehmen können, leider Gottes."

Damit bleibt für Hülkenberg nach einem vielversprechenden Auftaktwochenende in Barcelona vor allem die Erkenntnis eines unglücklich verlaufenen Rennens, in dem ein mögliches Punkteresultat durch einen ungewöhnlichen technischen Defekt zunichtegemacht wurde.

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