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Rennbericht

Hülkenberg schlägt Perez für P6: "Mit Zweihunderter-Puls in die letzte Runde"

Auf Tuchfühlung mit Red Bull: Nico Hülkenberg knackt Sergio Perez beim Formel-1-Rennen in Österreich und wird zu Rennmitte von Max Verstappen aufgehalten

Hülkenberg schlägt Perez für P6: "Mit Zweihunderter-Puls in die letzte Runde"

Nico Hülkenberg hat beim Formel-1-Grand-Prix in Österreich sein bestes Saisonresultat eingefahren. Der Haas-Pilot beendete das Rennen auf dem sechsten Platz und konnte sich dabei in der Schlussphase gegen Red Bulls Sergio Perez durchsetzen, der seinerseits viel frischere Reifen als der Deutsche hatte.

Mit dem starken Topspeed des Haas hatte Hülkenberg, der "wie ein Löwe" gekämpft hat, den Mexikaner in den letzten Runden im Griff, doch kurz vor Schluss kam es fast zu einer Schrecksekunde: "Ich habe mich ausgangs Kurve zehn zum Start in die letzte Runde fast richtig abgelegt", sagt der Emmericher nach dem Rennen bei Sky.

"Ich bin da raus auf den Kies gekommen und auf den Rasen und habe also wirklich einen gefährlichen Moment gehabt", was zur Folge hatte, dass Perez in der letzten Runde auf der langen Geraden Richtung Kurve drei an Hülkenberg vorbeizog, doch dies war so geplant: "Ich habe mich da unter Druck gebracht und habe Checo aber extra in Kurve drei oben vorgelassen, um mir das DRS [für die nächste Gerade] zu holen, weil das war meine einzige Chance. Aber schön mit kurz Zweihunderter-Puls die letzte Runde gefahren."

Hülkenberg: "Es ging nur noch ums Überleben"

Dabei war sich Hülkenberg zunächst gar nicht sicher, ob sich ein Kampf mit Perez überhaupt lohnen würde, da von hinten auch Gefahr seitens Alpine drohte, die gegen Haas einen Overcut fahren wollten. Zudem hatte Perez um zwölf Runden frischere Medium-Reifen, während der Haas-Pilot auch auf den eigentlich schlechteren harten Reifen unterwegs war.

"Ich habe nicht erwartet, dass ich ihn so lange hinter mir halten kann", sagt Hülkenberg. "Aber ich habe es ein paar Runden lang versucht und mir gesagt: 'Mal sehen, was passiert, vielleicht kann ich seine Reifen ein bisschen ärgern'. Und genau das ist dann auch passiert. Und ich schaffte es, mit unserer guten Geschwindigkeit auf der Geraden, die Nase vorn zu behalten. Es ging dann nur noch ums Überleben."

Haas schlägt Hauptkonkurrent Alpine im strategischen Fernduell

Dabei ist der Rennstart eigentlich denkbar schlecht gelaufen, da Hauptkonkurrent Alpine mit Esteban Ocon zunächst an Hülkenberg vorbeiging, doch der Deutsche holte sich den Platz schleunigst zurück. Zudem setzte das amerikanische Team auf einen frühen ersten Reifenwechsel bei beiden Fahrern, um die guten Positionen zu sichern und Undercuts von hinten zu vermeiden.

Alpine ging wiederrum mit ihren Piloten auf die entgegengesetzte Strategie des Overcuts. Nach den ersten Stopps von Pierre Gasly und Esteban Ocon waren die Alpines teilweise eine Sekunde pro Runde schneller als Haas, doch der fehlende Alpine-Topspeed bremste eine Aufholjagd ein und Gasly und Ocon blieben im DRS-Zug hinter Daniel Ricciardo und Fernando Alonso hängen.

"Ich musste ganz schön auf die Reifen aufpassen", sagt Hülkenberg über das Fernduell mit Alpine. "Wir hatten die Position schon, wir mussten sie nur verteidigen und halten." Statt einem Kampf mit dem französischen Werksteam gab es zu Rennmitte dafür ein Duell mit dem Führenden Max Verstappen. Der Niederländer hatte Hülkenberg überrundet, doch der Haas-Pilot kam mit frischen Reifen aus der Box und wurde in der Folge vom Red Bull aufgehalten.

Hülkenberg: Hätte schneller als Max fahren können

"Ich kam natürlich gerade frisch aus der Box, hatte neue Reifen und er war natürlich schon relativ fortgeschritten und weit in seinem Stint", erklärt er. "Aber da sieht man mal, wie viel der Reifen ausmacht. Ich konnte wirklich in den Kurven mitfahren und trotzdem meine Reifen schonen, aber er hat mir immer DRS gegeben und hat mich quasi dann um die Strecke herum gezogen."

"Ich weiß nicht, ich glaube, ich hätte trotzdem ohne ihn ein Ticken schneller fahren können, aber ist auch so gut ausgegangen, hat Spaß gemacht auch ein bisschen in P2 gefühlt herumzufahren, ist mal gut für das Gefühl auch."

Zurückrunden wollte sich Hülkenberg aber nicht: "Nein, ich habe darüber nachgedacht, als ich noch vor ihm lag", aber: "Dann hätte ich so viel pushen müssen und zu viel Reifen verbraucht, was am Ende teuer geworden wäre. Ich hatte blaue Flaggen, sodass ich ihn vorbeilassen musste, und ich dachte, er würde irgendwie verschwinden."

Teamchef jubelt: Bestes Haas-Wochenende seit Österreich 2022

Das rundum positive Haas-Rennen wurde mit einem achten Platz von Teamkollege Kevin Magnussen komplettiert, womit Haas gleich zwölf Punkte aus Spielberg mitnimmt. So viele Zähler an einem einzigen Rennwochenende gab es zuletzt 2022, als Magnussen und Mick Schumacher gleich 14 Punkte sammelten. Austragungsort damals: Österreich.

Der Däne war am Teamradio zu Rennbeginn jedoch etwas ungehalten. Nach den frühen ersten Stopps wurden beide Haas-Piloten dazu angehalten, im zweiten Stint ihre Reifen stark zu schonen, woraufhin Magnussen "verdammt nochmal", am Funk antwortete.

Nach dem Rennen ist das jedoch Schnee von gestern: "Es war ein reibungsloses Wochenende", freut sich der Däne. "Zwei Qualifying-Sitzungen ohne Verkehr, zwei gute Boxenstopps im Rennen, und die Strategie hat perfekt gepasst - ich hätte mir nicht mehr wünschen können. Wir sind wieder auf P7 in der Konstrukteurswertung, und das freut mich für das ganze Team."

Teamchef Ayao Komatsu fügt hinzu: "Ich freue mich einfach für jeden im Team. Manchmal haben wir Pech, aber heute war unsere Ausführung erstaunlich. Nico und Kevin fuhren gut, die Boxenstopps waren gut, alles war großartig. Ich bin sprachlos, ich bin einfach so glücklich, dass wir alle dieses Ergebnis erreicht haben, und dass Nico Perez verdient geschlagen hat, das ist ein riesiges Statement."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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