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Hülkenberg: Warum George Russell im Mercedes in Bahrain glänzen konnte

Nico Hülkenberg analysiert, warum George Russell im Mercedes in Bahrain fast zum Sieg gefahren wäre & wo Lewis Hamilton weiterhin den Unterschied ausmacht

Hülkenberg: Warum George Russell im Mercedes in Bahrain glänzen konnte

George Russell konnte bei seinem Blitzaufstieg zu Mercedes zeigen, was in ihm steckt. Der Williams-Pilot hätte im zweiten Bahrain-Rennen 2020 fast die ganz große Sensation geschafft, ein verkorkster Doppelstopp und ein Reifenschaden verhinderten seinen Premierensieg. Nico Hülkenberg analysiert, warum der Brite in der Wüstennacht glänzen konnte.

"Das waren keine einfachen Bedingungen, aber es war in Bahrain auf einer kurzen Strecke in einem überlegenen Auto", schildert der neue ServusTV-Experte. Russell bekam seine Chance im Weltmeisterboliden, nachdem bei Lewis Hamilton eine Coronavirus-Infektion festgestellt worden war.

Bereits im Qualifying schrammte der Mercedes-Junior nur knapp an einer Sensation vorbei, die Pole-Position verpasste er um 0,026 Sekunden. Im Rennen sah er lange Zeit wie der überlegene Sieger aus, jedoch warf ihn ein verkorkster Doppel-Boxenstopp weit zurück. Ein Reifenschaden ließ schließlich alle Siegträume zerplatzen.

Am Ende kam Russell auf dem neunten Rang ins Ziel. Dass er tatsächlich die große Chance auf seinen ersten Sieg hatte, kam für Hülkenberg nicht überraschend: "Bahrain im Trockenen - er hatte die Trainings und die Vorbereitung, das war alles sehr aufgebaut und hat kontrolliert stattgefunden."

Außerdem wisse Russell, wie er "am Lenkrad" drehen müsse, damit er im überlegenen Mercedes ganz vorne mitfahren könne. Aber: "Wenn das jetzt [wo] passiert, wo die Bedingungen anspruchsvoller werden, wie in der Türkei oder Ungarn im Regen, dann kann Lewis wieder glänzen."

Mit seiner beeindruckenden Fahrt im Nassen sicherte sich der siebenfache Weltmeister in Istanbul den Rekordtitel. "Da macht er alles richtig und gewinnt das Rennen am Ende. Und die anderen lässt er alt aussehen", merkt Hülkenberg an.

In der ewigen Debatte rund um Mensch und Maschine - vor allem welche Komponente die wichtigere ist - bezieht der Emmericher klar Stellung: "Das ist immer ein Zusammenspiel aus beiden. Ein gutes Auto braucht einen guten Fahrer, und umgekehrt genauso."

Dennoch sei es kein Geheimnis, dass das Fahrzeug in der Formel 1 meist mehr Gewicht habe. Die Gegenthese stellt dennoch immer wieder Hamilton auf: "Wie er Jahr für Jahr gegen den Valtteri abledert", so Hülkenberg. "Ohne Lewis würde Mercedes nicht immer so dominant Weltmeister werden", ist er überzeugt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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