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"Ich komme rein": Mercedes gibt Lewis Hamilton keine Schuld

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"Ich komme rein": Mercedes gibt Lewis Hamilton keine Schuld
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
17.11.2019, 22:59

Mercedes-Technikchef James Allison schildert, wie das Team die Strategie von Lewis Hamilton in der letzten SC-Phase in Brasilien so vermasseln konnte

Das Mercedes-Team fand im Grand Prix von Brasilien keine Antwort auf Max Verstappen. In Abwesenheit von Teamchef Toto Wolff übernahm Technikchef James Allison die Hauptverantwortung für das enttäuschende Ergebnis. Die strategische Entscheidung, Lewis Hamilton wenige Runden vor Rennende unter Safety-Car noch einmal an die Box zu holen, bezeichnete der Brite als "dumm" und einen "Anfängerfehler".

Hamilton lag vor der letzten Safety-Car-Phase in Runde 65 auf Rang zwei, ehe Bernd Mayländer nach dem Ferrari-Crash erneut ausrücken musste. Der Brite fuhr daraufhin als einziger Pilot der Spitzengruppe noch einmal an die Box, um auf gebrauchte Softs zu wechseln.

Allison muss im Nachhinein zugeben, dass es die falsche Entscheidung des Teams gewesen sei, die strategische Verantwortung in die Hände des Fahrers zu legen. Vor allem weil Hamilton auch noch mit unrichtigen Informationen beliefert wurde.

Falsche Information am Boxenfunk

Denn sein Renningenieur Peter Bonnington funkte ihm: "Lass uns wissen, ob du neue Reifen willst. Du wirst einen Platz verlieren." Doch das stimmte nicht. Nach einer kurzen Pause antwortete der Weltmeister: "Entscheidet ihr." Um dann doch seine Meinung zu ändern: "Ich komme rein."

Statt einen Rang musste der Brite zwei an seine Konkurrenz abgegeben. Er kam hinter Alex Albon und Pierre Gasly wieder auf die Strecke zurück. Als die Strecke endlich wieder freigegeben wurde, hatte er nur noch zwei Runden Zeit, um von seinem Reifenvorteil Gebrauch zu machen.

Zunächst konnte Hamilton nur an Gasly vorbeigehen. Im Mittelsektor verwickelte er sich in einen Zweikampf mit Albon - die beiden berührten sich und der Red Bull drehte sich. Dadurch kam Gasly wieder am Mercedes vorbei. In einem engen Rad-an-Rad-Kampf über die Ziellinie behielt der Toro Rosso die Oberhand

 

Nach einer Strafe für Hamilton purzelte er bis auf Rang sieben zurück. Doch das Rennen lief bereits von Anfang an nicht nach Wunsch, muss Allison zugeben. "Wir konnten sehen, dass Verstappen schnell war. Seine Pace war im ersten Stint sehr stark."

Obwohl sich Hamilton dicht an Verstappens Fersen heften konnte, habe Mercedes die Pace gefehlt, um in "dominierender Art eine Attacke zu fahren", schildert der Technikchef. Daher versuchte man es über die Strategie. Hamilton ging auf den Undercut und stoppte bereits in Runde 20 ein erstes Mal.

"Lewis musste eine schnelle Runde rauszaubern, damit der auch funktionieren würde." Und tatsächlich blieb Verstappen nach dessen Stopp eine Runde später hinter dem Mercedes. Allerdings erhielten die Silberpfeile Schützenhilfe von Robert Kubica, der den Red Bull an der Boxengassen-Ausfahrt blockierte.

Williams spielt Hamilton in die Karten

"Da hatten wir Glück mit dem Williams, der in Max' Weg rumfuhr. Dann lagen wir vorn und wir dachten schon, dass sie womöglich nicht die Pace haben werden, um an uns vorbeizudüsen." Doch da freute man sich am Mercedes-Kommandostand eindeutig zu früh.

Allison und Co. rechneten nicht mit der Rennstärke von Verstappen. Da Hamilton bereits die meiste Energie seiner Batterie darauf verwendete, den Undercut erfolgreich auszuführen, blieb ihm nur noch wenig Extrapower für die Verteidigung gegen Red Bull übrig.

"Er war in der Passage bergauf eine leichte Beute für Max, der einen guten Speed auf den Geraden hatte", so Allison. Daher überraschte es nicht, dass sich Verstappen in Kurve 1 wieder am Briten vorbeischieben konnte. Der Red Bull hatte außerdem den Vorteil eines frischen Soft-Reifens, während Hamilton auf einem gebrauchten im zweiten Stint fahren musste.

 

"Max war zu jenem Zeitpunkt ein wenig glücklicher mit seinen Reifen. Er hat es einfach geschafft, eine Sekunde rauszufahren." In Runde 43 dasselbe Spiel: Wieder versuchte Mercedes mit dem Undercut an Verstappen vorbeizugehen. "Wir wollten einfach sehen, was passiert, da wir wussten, dass es nach dem Stopp sehr eng sein würde."

Doch bereits zu jenem Zeitpunkt im Rennen war Mercedes bewusst, dass der Sieg wohl nicht mehr realistisch sein würde. "Wir mussten uns einfach gegen ein sehr gutes Auto und einen starken Fahrer durchsetzen. Aber dann schlug das Rennen eine andere Richtung ein, durch das Safety-Car von Valtteri."

Als die Möglichkeit bestand, unter dem Safety-Car zu stoppen, machte Mercedes die Entscheidung von Red Bull abhängig. Hamilton wurde am Boxenfunk gesagt, dass er genau das Gegenteil von Verstappen machen solle. Da der 22-Jährige in Runde 54 erneut abbog, blieb der Brite vorerst auf der Strecke.

Nicht der "hellste" Mercedes-Rennen

"Das war unsere Chance, an die Führung zu kommen. Natürlich hätten wir ein starkes Auto auf frischen Reifen hinter uns, jedoch konnten wir nicht gleich davon ausgehen, dass Max so einfach überholen können würde. Beim Restart konnte er uns schließlich ein zweites Mal überholen", bedauert Allison. Doch auch nach der ersten Safety-Car-Phase war die Geschichte noch nicht zu Ende.

"Es sah eigentlich danach aus, als würden wir es nur noch zu Ende fahren. Doch dann kollidierten die Ferraris." Das zweite Safety-Car nutzte Mercedes wie erwähnt für den dritten Hamilton-Stopp. "Schon bis zu jenem Moment war das nicht unser hellstes Rennen."

Wörtlich bezeichnete er den dritten Boxenstopp als "dumm". Mercedes dachte fälschlicherweise, dass Hamilton dadurch nur einen Platz verlieren und dass er genügend Runden Zeit haben würde, um diesen auf frischen Reifen wieder aufzuholen. Doch dem war nicht so.

 

"Das war faktisch nur einfach falsch, weil wir zwei Ränge verloren haben. Gasly haben wir nicht einkalkuliert. Außerdem dauerte die Safety-Car-Phase mit all den Trümmerteilen auf der Strecke länger, als wir erwartet hatten." Das sei ein bitterer "Anfängerfehler" gewesen.

Wäre das Safety-Car bis zum Rennende auf der Strecke geblieben, wäre er auf Rang vier ins Ziel gefahren. "Wir haben uns einfach zu weit rausgelehnt, um den Sieg einzufahren. Wir haben einen Fehler gemacht." Hamilton selbst nimmt er von dieser Schuld jedoch aus.

Der Brite hätte nicht um seine Meinung gefragt werden sollen, da er nicht den Gesamtüberblick hatte, stellt Allison im Nachhinein auch fest. "Unser Herz blieb kurz stehen, als er nach dem Stopp hinter Gasly rauskam. Wir fragten wir uns alle plötzlich, warum wir das gemacht haben."

Hamilton selbst will die Schuld nach dem Rennen nicht auf sein Team schieben. Der Brite schildert: "Ich habe die Entscheidung getroffen, an die Box zu fahren. Da sie mir sagten, ich würde eine Position verlieren, doch am Ende waren es zwei."

Die Strategie sei dennoch "sehr gut gewesen", außerdem habe er die Entscheidung schlussendlich getroffen. "Sie haben mir diese Möglichkeit gegeben. Ich dachte, einen Platz zu verlieren, wäre nicht so schlimm, da ich Albon schnell wieder überholen könnte - aber das war ja dann nicht der Fall."

Mit Bildmaterial von LAT.

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