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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola
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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola

Im Detail: Die neuen Formel-1-Regeln für 2021 erklärt

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Im Detail: Die neuen Formel-1-Regeln für 2021 erklärt
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
17.07.2019, 02:59

Auto, Reifen, Standardteile: In diesem Überblick erklären wir, welche Regeländerungen in der Formel 1 ab 2021 möglicherweise kommen könnten

Monatelang wurde hinter verschlossenen Türen darüber diskutiert, wie die Formel 1 ab 2021 wieder aufregender werden könnte. Obwohl die Diskussionen zwischen Rechteinhaber Liberty Media, dem Automobil-Weltverband FIA und den Teams weit fortgeschritten sind, wurden Details zu den aktuellen Vorschlägen bisher unter Verschluss gehalten.

Heute Morgen wurden nun erste Details für das Regelpaket, das bis zum 15. September verabschiedet und anschließend am 31. Oktober vom FIA-Motorsport-Weltrat abgesegnet werden soll, veröffentlicht. Im Folgenden ein Überblick über die Maßnahmen.

Das Auto:

Wie berichtet wird das aerodynamische Konzept völlig überarbeitet. Ein Ground-Effect-Konzept soll dafür sorgen, dass das Hinterherfahren vereinfacht wird. Durch einen von Venturi-Kanälen gespeisten Doppeldiffusor könnten die negativen Auswirkungen der "dirty Air" erheblich reduziert werden.

Ein Punkt, an dem es sich noch spießt, ist das neue Design des Frontflügels: "Damit sind wir noch nicht hundertprozentig zufrieden", gesteht Nikolas Tombazis, der Technische Direktor der FIA für Formelsport-Rennserien. "Sowohl aus aerodynamischer wie auch aus ästhetischer Sicht."

"Wir suchen nach Lösungen, um beiden Aspekten besser gerecht zu werden", sagt er. "Es gibt aus aerodynamischer Sicht gute Gründe dafür, warum der Frontflügel so breit ist. Aber wir sind uns einig, dass das optisch nicht die beste Lösung ist."

Die Reifen:

Derzeit muss ein hinterherfahrender Pilot seine Attacken oftmals frühzeitig abbrechen, weil seine Reifen rasch überhitzen, wenn er in die "dirty Air" eines Vordermannes kommt. Ein Problem, das mit dem neuen Reglement adressiert werden soll.

Tombazis erklärt: "Wir befinden uns in enger Abstimmung mit Pirelli, wie wir mit den Reifen einen Schritt nach vorne machen können, damit die Fahrer wieder härter gegeneinander racen können. Das bedeutet, dass die Reifen nicht mehr so stark abbauen dürfen. Sonst sind die Fahrer gezwungen, die Reifen zu managen."

Der Schlüssel dazu sei ein breiteres Temperaturfenster, in dem die Reifen funktionieren und maximalen Grip bieten. Ein Punkt, der zuletzt für Diskussionen gesorgt hat. Man arbeite "eng" mit Pirelli zusammen, versichert Tombazis, "und wir haben schon gut verstanden, was wir anders machen können."

Übrigens: Geplant ist für 2021 neben dem Umstieg von 15- auf 18-Zoll-Felgen auch ein Verbot der Heizdecken.

Weitere Regeländerungen:

- vereinfachtes Benzinsystem

- vereinfachte Kühler

- Getriebespezifikation auf fünf Jahre eingefroren

- Verbot von hydraulischen Radaufhängungen

- Einheitsfelgen

- einheitliches Boxenstopp-Equipment

- Einheitsbremsen

- eingeschränkte Nutzung von bestimmten Materialien

- Reduktion der Windkanalzeit um 40 Prozent

Was noch diskutiert wird:

FIA-Präsident Jean Todt hat in Silverstone die Idee vorgeschlagen, darüber nachzudenken, ab 2021 wieder Tankstopps in der Formel 1 einzuführen. Das ist aber bei weitem nicht die einzige signifikante Änderung, die gerade angedacht wird. Die Ideen gehen bis hin zu einem komplett neuen Ablauf der Rennwochenenden.

- weniger elektronische Fahrhilfen

- weniger Telemetriedaten

- mehr Einheitsteile

- Vereinfachung des unteren Teils des Chassis

- weniger Personal an Rennwochenenden

- reduziertes Fahrzeug-Gewicht

Wie es weitergeht:

Formel-1-Sportchef Ross Brawn stellt klar, dass die Reform der Königsklasse selbst mit Verabschiedung der neuen Regeln im Oktober nicht abgeschlossen sein wird: "Die Gruppe bei der FOM wird ihre Arbeit nicht einstellen, wenn die Regeln einmal veröffentlicht sind. Wir werden weiterarbeiten."

"Während wir sehen, welche Lösungen die Teams für die neuen Regeln entwickeln, werden wir diese Lösungen analysieren und versuchen zu verstehen, ob das entgegen der Ziele der Regeln geht und nötigenfalls Korrekturen vornehmen", sagt er.

Die Details:

1) Niedrige Nase, direkt (ohne Streben) mit dem Frontflügel verbunden. Wie zuletzt in den 1990ern.

2) Der Frontflügel ist in der Mitte leicht nach oben gewölbt, um die Anströmung der Venturi-Kanäle zu verbessern.

3) Abgerundete Endplatten, um im Fall von Berührungen die Wahrscheinlichkeit eines Reifenschadens zu reduzieren.

4) Nase ohne sogenannte "Turning-Vanes".

Formel-1Regeln 2021: Illustration von Giorgio Piola

Formel-1-Regeln 2021: Illustration von Giorgio Piola

Foto: Giorgio Piola

5) Die Felgen könnten mit Blenden abgedeckt werden, um Verwirbelungen zu reduzieren.

6) Simplifizierte Bremsbelüftungen mit reduziertem aerodynamischen Einfluss.

7) Luftleitbleche an den Vorderrädern helfen, die Verwirbelungen unter den Unterboden zu leiten statt über das Auto hinweg.

8) Beginn eines großen Venturi-Kanals auf Höhe der derzeitigen Barge-Boards.

9) Halo ist besser ins Gesamtdesign integriert.

10) Die Bodenplatte ist aufgrund der Integration der Venturi-Kanäle nicht mehr komplett flach, sondern leicht gewölbt.

11) Der größere Diffusor ist wesentlich wirkungsvoller als der bisherige Diffusor. So entsteht der Anpressdruck größtenteils unter dem Auto.

12) Der Heckflügel beinhaltet eine sehr simple Endplatte, um Turbulenzen ("dirty Air") für den Hinterherfahrenden zu reduzieren.

Mit Bildmaterial von Giorgio Piola.

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Tags ground-effect
Urheber Christian Nimmervoll