Imola 2005: Das Giganten-Duell zwischen Alonso und Schumacher
Der Europa-Auftakt der Formel-1-Saison 2005 in Imola endet mit einem Showdown zwischen Fernando Alonso im Renault und Michael Schumacher im Ferrari
Fernando Alonso im Renault vor Michael Schumacher im Ferrari in Imola
Foto: LAT Images
Die Formel-1-Saison 2005 markiert das Ende der Ferrari-Dominanz in der Formel 1. Denn durch das damals neu eingeführte Reifenreglement wird plötzlich Renault zum tonangebenden Team: Fernando Alonso und Giancarlo Fisichella gewinnen die drei ersten Rennen des Jahres - und WM-Titelverteidiger Michael Schumacher im Ferrari holt im gleichen Zeitraum nur magere zwei Punkte.
Beim vierten Lauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft 2005 in Imola will sich Schumacher zurückmelden, und tatsächlich präsentiert sich Ferrari beim Europa-Auftakt deutlich besser als in den Rennen zuvor. So kommt es in der Schlussphase des San-Marino-Grand-Prix zu einem denkwürdigen Zweikampf zwischen Schumacher und Alonso um den Sieg. Unsere Fotostrecke zeichnet dieses "Giganten-Duell" nach.
Doch das Imola-Rennen 2005 hat noch mehr zu bieten als das spektakuläre Finish auf den Spitzenpositionen, denn auf der Strecke etabliert sich Jenson Button für British American Racing (BAR) zunächst als dritte Kraft und kommt nur 10,5 Sekunden hinter den Führenden ins Ziel.
Erst nach dem Grand Prix fällt eine technische Unregelmäßigkeit am BAR 007 auf: Buttons Auto ist zu leicht. Obwohl die Sportkommissare den Erläuterungen des Teams erst Glauben schenken, hakt der Automobil-Weltverband (FIA) mit einer tiefergehenden Untersuchung nach. Ergebnis: Button und sein BAR-Teamkollege Takuma Sato werden nachträglich disqualifiziert und verlieren die Plätze drei und fünf.
Damit kommt BAR vergleichsweise glimpflich davon: Eigentlich will der Weltverband das Team für den Rest der Formel-1-Saison 2005 sperren, belässt es aber bei einer Zwangspause für nur zwei Grands Prix. Button und Sato sind deshalb nur Zuschauer in Barcelona und Monaco. Es ist die erste Sperre für ein Team seit dem Tyrrell-Skandal im Jahr 1984. (Fotostrecke: Die größten Formel-1-Skandale)
Von der Disqualifikation Buttons in Imola profitiert der langjährige McLaren-Testfahrer Alexander Wurz: Er vertritt beim San-Marino-Grand-Prix den verletzten Stammfahrer Juan Pablo Montoya und wird in seinem einzigen Saisonrennen als Dritter gewertet. Es ist sein zweiter von insgesamt drei Podestplätzen für jeweils unterschiedliche Teams in der Formel 1 zwischen 1997 und 2007. (Mehr dazu in der Formel-1-Datenbank!)
Und was 2005 noch niemand ahnt: 2006 kommt es in Imola zur Neuauflage des Duells Alonso gegen Schumacher um den Sieg im Grand Prix - dann allerdings mit anderem Ausgang.
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