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Imola-Boss: Formel-1-Fans wollen klassische Strecken mit Historie

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Imola-Boss: Formel-1-Fans wollen klassische Strecken mit Historie
Autor:
Co-Autor: André Wiegold
27.07.2020, 12:29

Im November kehrt die Formel 1 an den traditionsreichen Kurs von Imola zurück - Der Streckenchef sagt, das sei, was die Fans schon immer wollten

Aufgrund der COVID-19-Pandemie war die Formel 1 gezwungen, ihren Kalender über den Haufen zu werfen und auch Strecken in das Programm aufzunehmen, die eigentlich nicht besucht werden sollten. Dazu gehört auch Imola, wo am 1. November gefahren werden wird. Laut Streckenchef Uberto Selvatico Estense zwingt die weltweite Pandemie die Formel 1 dazu, den Kalender so zu bauen, wie ihn die Fans der Königsklasse auch in normalen Zeiten gerne hätten.

Er glaubt, die meisten Fans würden bei traditionsreichen Strecken wie Imola viel mehr Leidenschaft für die Formel 1 entwickeln. Deshalb hofft er auch, dass beim Rennen in Imola Zuschauer an die Strecke kommen dürfen. Das steht aufgrund der anhaltenden Pandemie aber noch in den Sternen. Das Wetter, so Selvatico Estense, sei im November perfekt für Fans, um die Strecke zu besuchen.

COVID-19 nicht der einzige Grund für Imola-Rückkehr

"Wir haben viele Jahre auf dieses Ziel hingearbeitet", sagt Selvatico Estense. "Wir sind schon lange mit dem Formel-1-Management in Gesprächen und jetzt haben wir das Ziel erreicht, das wir angepeilt hatten. Unsere Geschichte ist sehr wichtig, denn wir sind in der Formel 1 sehr berühmt. Diese Möglichkeit gab es nicht nur wegen COVID-19, sondern auch, weil die Formel 1 an die traditionellen Strecken zurück muss, da wo die echte Leidenschaft der Formel-1-Fans schlummert."

Dabei war das Rennen in Imola im Laufe der Krise selbst in Schieflage geraten, weil Italien in Europa zum COVID-19-Hotspot wurde. Jedoch hat sich die Situation etwas entspannt, weshalb das Rennen nun doch über die Bühne gehen kann. Aufgrund der strikten Reisebeschränkungen wird zusätzlich noch in Mugello gefahren, ein weiterer klassischer Kurs, der im Jahr 1974 eröffnet wurde und bei vielen Fans hoch in der Gunst steht.

Dass auch dort gefahren wird, sieht Selvatico Estense als kein Problem an, da er keinerlei Wettbewerb zwischen den beiden Rennen sieht. Er sagt: "Wir wussten, dass die Formel 1 auch mit Mugello in Gesprächen ist. Es herrscht kein Wettbewerb, aber dennoch haben wir mit Mugello gemeinsam nach dem besten Termin gesucht. Drei Rennen in Italien zu haben, ist episch und ich glaube nicht, dass es dazu noch einmal kommen wird."

Keine großen Änderungen an der Strecke notwendig

In Imola müssen laut Selvatico Estense keinerlei großen Änderungen an der Strecke vorgenommen werden, um den Automobil-Weltverband (FIA) von der Sicherheit zu überzeugen. Der Kurs wurde bereits abgenommen und für tauglich befunden. Selvatico Estense sagt: "Michael Masi war schon für eine Inspektion in Imola und war von unserer Situation sehr überrascht. Wir haben Komplimente von ihm erhalten und das macht uns stolz."

Letztlich müssen nur kleine Arbeiten vorgenommen werden, damit die Königsklasse auch wirklich in Imola starten darf. "Wir müssen keine Kerbs oder Auslaufzonen verändern", erklärt der Streckenchef.

Grund dafür sind auch einige Verbesserungen, die bereits vor einigen Monaten vorgenommen wurden, wie die Auslaufzone in der Villeneuve-Kurve, in der Roland Ratzenberger tödlich verunglückt ist. Auch an anderen Stellen wurde bereits nachgebessert, was die FIA "glücklich" gemacht hat.

Zwei-Tages-Format etwas "völlig Neues"

In Imola wird die Formel 1 mit einem völlig neuem Zwei-Tages-Format aufwarten, das aber in seinen Details noch nicht bekannt ist. "Die Formel 1 hat mich in Kenntnis gesetzt, dass diese Innovation in Imola eingeführt werden soll", erklärt Selvatico Estense. "Sie wollen dieses neue Format ausprobieren und ich denke, damit können wir sehr gut umgehen."

Sollte alles glatt laufen und das Rennen in Imola zu einer Erfolgsgeschichte werden, hofft der Streckenchef, dass die Formel 1 auch in Zukunft regelmäßig in Imola starten wird. "Wir werden uns bei der Formel 1 für eine Möglichkeit im kommenden Jahr bewerben. Ich denke aber, dass wir darüber erst nach dem Rennen diskutieren sollten. Unser Wille ist klar und wir werden von der Leidenschaft getrieben."

Mit Bildmaterial von DPPI.

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