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In neuer Fan-Umfrage: Formel 1 testet Alternativen zu Gridstrafen ab

Die Formel 1 sucht nach alternativen Lösungen zu Strafversetzungen - Weniger Trainingszeit, Strafen für das Qualifying oder Strafpunkte sind Optionen

Startaufstellung zum GP Singapur 2017

In einer neuen Fan-Umfrage zur Lage der Formel 1 werden Alternativen zu Gridstrafen abgefragt. Die Formel-1-Inhaber suchen nach anderen Möglichkeiten, um Fahrer und Teams bei Motor- oder Getriebewechsel zu bestrafen. In der neuesten "F1 Fan Voice" wird die Stimmungslage zu diesem Thema beim Publikum abgetastet.

In der Umfrage steht geschrieben: "Nachforschungen von der Formel 1 zeigen, dass Fans mit dem derzeitig existierenden Strafensystem nicht zufrieden sind". Daher wird die Meinung der Umfrageteilnehmer zu Alternativen abgefragt. Jene müssen spezifische Merkmale erfüllen: Die Alternativen sollen einfach zu verstehen sein, außerdem einen vorübergehenden Rückschlag für den Fahrer bedeuten. Dennoch müssen die Fahrer im Qualifying antreten können. Unabhängig davon sollten die Optionen keine finanzielle Relevanz haben.

Als Beispiel für eine andere Form der Bestrafung wird angeführt, die Zeit im Freien Training zu beschränken. Das kann bedeuten, die Menge an Reifensätzen für ein Wochenende zu reduzieren oder die tatsächliche Fahrzeit auf der Strecke zu minimieren, um es dem Fahrer schwerer zu machen, das richtige Set-up zu finden.

Eine weitere Idee in der Umfrage: Bestrafung im Qualifying. Etwa könnte ein Pilot mit extra Ballast am Auto in die Zeitenjagd starten, weniger elektrische Energie zur Verfügung haben oder kein DRS verwenden dürfen - all das soll dazu führen, dass die Rundenzeit langsamer wird und die Startposition dementsprechend schlechter.

Weitere Bestrafungsmöglichkeiten, die in der Umfrage zur Auswahl stehen: Die Zeit, die ein Team im Windtunnel entwickeln darf, zu verkürzen. Auch eine Stop-and-Go-Strafe für einen Fahrer könnte im Rennen schlagend werden, die er jederzeit währenddessen absitzen kann.

Auch der Vorschlag von Strafpunkten wird angeführt. Diese Variante wurde von Teams und Fans bereits in der Vergangenheit vorgeschlagen. Die Punkte könnten entweder auf einen Fahrer oder ein gesamtes Team entfallen, je nachdem welcher Verstoß begangen wurde. Allerdings wird in der Umfrage bemerkt, dass Strafpunkte für kein anderes Vergehen in der Formel 1 angewandt werden.

Würde ein Verstoß am Rennwochenende zu spät erst begangen werden, dann könnte die Strafe am darauf folgenden Wochenende erst abgesessen werden. Bereits seit einigen Jahren stehen die Strafversetzungen in der Kritik. Mit der Einführung der neuen Hybrid-Motoren 2014 wurde das Problem verschärft. Bereits 2017 sprach Sportchef Ross Brawn von einer "Farce", als McLaren-Honda knapp 400 Strafplätze über die Saison sammelte. Seither sucht Liberty Media nach Alternativen.

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