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Inoffizielle UNO-WM im Flieger: Piastri erhebt Vorwürfe gegen Russell

Kartenspiele im Privatjet, kreative "Familienregeln" und ein inoffizieller WM-Titel - wie sich drei Formel-1-Stars die Zeit zwischen den Rennen vertreiben

"Fragwürdige Regeln": Oscar Piastri entlarvt George Russells UNO-Taktik

George Russell sitzt links neben Oscar Piastri (beide lachen) auf einem Sofa in einer Formel-1-Pressekonferenz

Foto: LAT Images

Konkurrenzkampf herrscht in der Formel 1 nicht nur auf dem Asphalt, sondern auch über den Wolken: Oscar Piastri gewährt jetzt seltene Einblicke in die Reise-Routinen der Piloten und berichtet von einer "UNO-Weltmeisterschaft" im Privatjet - inklusive Kontroverse um George Russells kreative Regelauslegung.

Wenn die Motoren verstummen und der Formel-1-Zirkus zum nächsten Austragungsort weiterzieht, teilen sich viele Piloten oft denselben Flieger. Doch wer glaubt, dass die Stars der Königsklasse die Zeit nur zum Schlafen nutzen, der irrt. Im offiziellen F1-Podcast "Off The Grid" verriet Piastri nun Details über eine hitzige Kartenspiel-Runde zwischen ihm, Mercedes-Pilot Russell und Williams-Fahrer Alexander Albon.

Auf dem Langstreckenflug von Aserbaidschan nach Singapur rief das Trio kurzerhand eine inoffizielle "UNO-Weltmeisterschaft" aus. Doch ganz sportlich fair ging es dabei offenbar nicht zu, wie der Australier mit einem Augenzwinkern berichtete.

"Das waren angeblich Familienregeln"

"Es gab da einige höchst fragwürdige Entscheidungen und Regeln, von denen ich beim UNO-Spielen noch nie zuvor gehört hatte", lachte Piastri im Gespräch mit Moderator Lawrence Barretto. Der Hauptschuldige war schnell ausgemacht: Russell. "Vor allem George kam damit an. Angeblich waren das 'Familienregeln'."

Auf die Nachfrage, ob diese speziellen Hausregeln dem Mercedes-Fahrer zufällig in die Karten spielten und ihm einen Vorteil verschafften, musste Piastri grinsen: "Ja, haben sie." Es zeigt sich: Der Wettkampfgeist der Piloten macht auch vor Gesellschaftsspielen nicht halt. "Wir sind bei allem extrem ehrgeizig, alle Fahrer. Das macht immer Spaß."

Dieser Ehrgeiz begleitet den 24-Jährigen schon sein ganzes Leben. Ähnlich wie Lewis Hamilton begann auch Piastri seine Motorsport-Laufbahn nicht direkt im Kart, sondern an der Fernsteuerung.

"Ich war schon als kleines Kind extrem ehrgeizig", erklärte der McLaren-Pilot. "Diesen Trieb habe ich dann in den Rennsport kanalisiert. Ich habe mit RC-Cars angefangen und mit neun Jahren die nationale Meisterschaft gewonnen, bevor ich ein Jahr später ins Kart umgestiegen bin."

WG-Feeling im Fürstentum

Inzwischen hat Piastri seinen Wohnsitz - wie so viele seiner Kollegen - nach Monaco verlegt. Das erleichtert nicht nur die Logistik, da man oft gemeinsam zu den Rennen reist, sondern sorgt auch für Freizeitspaß unter Kollegen.

"Es ist praktisch, wenn man sich zum Padel-Tennis treffen will", so Piastri. Zudem genießt er die Ruhe im Fürstentum: "Es ist ziemlich cool, nach den Rennen dorthin zurückzukommen. Es ist etwas entspannter, wenn gerade kein Rennwochenende ansteht."

An seinen rasant gestiegenen Bekanntheitsgrad muss sich der WM-Dritte von 2025 allerdings noch gewöhnen. "Es ist immer noch ein bisschen seltsam", gestand Piastri. "An der Strecke erwartet man die Aufmerksamkeit natürlich. Aber es gibt Momente, da stehst du im Supermarkt und plötzlich fragt dich jemand aus dem Nichts nach einem Foto oder einem Autogramm. Oder einfach nur: 'Bist du das wirklich?'" (Zur Formel 1 Datenbank)

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