Insider überzeugt: Aston Martin wird 2027 "ein ordentliches Auto" haben
Franz Tost hat viele Jahre mit Honda zusammengearbeitet und ist sich daher sicher, dass sich Aston Martin 2027 in einem viel besseren Zustand präsentieren wird
Fernando Alonso holte 2026 bislang noch keinen WM-Punkt
Foto: LAT Images
Das Aston-Martin-Honda-Projekt ist für viele Beobachter die größte Enttäuschung der Formel-1-Saison 2026. Anstatt mit Stars wie Adrian Newey und Fernando Alonso voll durchzustarten, liegt man nach den ersten fünf Saisonrennen punktlos auf dem letzten WM-Platz.
Ex-Formel-1-Teamchef Franz Tost ist sich allerdings sicher, dass das nur eine Momentaufnahme ist. "Für Aston Martin ist die Situation momentan nicht gut. Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle", erklärt er im Gespräch mit 15 Love - der Business Podcast.
Eine Rolle spiele natürlich der neue Motorenpartner Honda. Dieser hätte sich beim Antrieb "etwas zusammen konstruiert, was nicht so funktioniert, wie sie sich das vielleicht erwartet haben", so Tost, der jedoch betont: "Ich kenne aber die Japaner und ich bin davon überzeugt, dass die das Problem spätestens fürs nächste Jahr lösen werden."
Tatsächlich erinnert die Situation aktuell an Hondas gescheiterte "Reunion" mit McLaren zwischen 2015 und 2017. Als das Projekt damals nach drei Jahren beendet wurde, schloss sich Honda zur Saison 2018 mit Toro Rosso unter dem damaligen Teamchef Tost zusammen.
In den folgenden Jahren schafften die Japaner die Wende, gewannen mit Red Bull zahlreiche Rennen und WM-Titel, und auch Tost durfte gemeinsam mit Honda einen Grand-Prix-Sieg bejubelt. 2020 siegte Pierre Gasly für AlphaTauri beim Großen Preis von Italien in Monza.
Tost weiß also, wozu die Japaner in der Lage sind, und auch Adrian Newey kennt der Österreicher aus seiner Zeit im Red-Bull-Kosmos gut. Er erinnert daran, dass Newey im vergangenen Jahr erst im März und damit "sehr spät" zu Aston Martin gestoßen war.

Franz Tost hatte als Teamchef immer eine gute Beziehung zu Honda
Foto: Motorsport Images
"Das ist natürlich für so ein Riesenprojekt ein sehr, sehr kleines Zeitfenster", erklärt Tost, denn während die Teams bereits ab dem 1. Januar 2025 mit der Entwicklung der 2026er-Boliden beginnen durften, startete Newey mit zweimonatiger Verspätung.
"Da gibt es auch noch einiges gut zu machen", so Tost, der jedoch betont: "Ich denke aber, wenn Adrian auch gesundheitlich in Ordnung ist, dann wird er das schon schaffen, für 2027 ein ordentliches Auto hinzustellen. Davon bin ich eigentlich schon überzeugt."
Sowohl Honda als auch Aston Martin sollten ihre jeweiligen Schwierigkeiten laut Tost also bis 2027 aussortieren können. In den vergangenen Wochen war zumindest bereits ein kleiner Aufwärtstrend erkennbar. Von den selbst gesetzten Zielen ist man aber noch immer meilenweit entfernt.
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