Insiderin vergleicht Honda-Situation mit McLaren-Desaster
Expertin Bernie Collins sieht Honda besser aufgestellt als beim McLaren-Comeback 2015, befürchtet aber trotzdem, dass die nächsten Monate schwierig werden
Aston Martin fuhr bei den Wintertests weniger als jedes andere Team
Foto: Getty Getty
Erlebt Honda nach 2015 das zweite Comeback-Debakel in der Formel 1? Damals kehrten die Japaner mit McLaren in die Königsklasse zurück, fuhren zu Beginn allerdings gnadenlos hinterher. Nun deutet sich mit Aston Martin elf Jahre später ein ähnliches Szenario an.
Expertin Bernie Collins stellt in der F1 Show von Sky jedoch klar, dass die aktuelle Situation nicht so schlimm wie damals sei. "Ich war bei diesem Test Ende 2014 dabei, als der Honda[-Motor] zum ersten Mal in den McLaren gesteckt wurde", erinnert sie sich.
Die heutige TV-Expertin arbeitete damals für McLaren, bevor sie den Rennstall 2015 in Richtung Force India verließ - also das heutige Aston-Martin-Team. Die Situation 2026 sei bei Honda "definitiv besser" als damals beim ersten McLaren-Test, sagt sie mit einem Schmunzeln.
Tatsächlich absolvierte McLaren-Honda Ende 2014 an zwei vollen Testtagen in Abu Dhabi insgesamt lediglich fünf Runden. Bei den Wintertestfahrten Anfang 2015 brachte es das Team dann an insgesamt zwölf Tagen auf 336 Runden - und damit auf deutlich weniger als alle anderen Rennställe.
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Vor der Saison 2026 sieht das Bild für Honda mit 334 Runden in den beiden Testwochen in Bahrain zumindest ähnlich aus. Auch Collins betont daher, dass es zwar besser als vor elf Jahren laufe, die Situation aber "trotzdem nicht toll" sei und man noch "viel Arbeit" vor sich habe.
Welche Rolle Hondas Formel-1-Rückzug spielt
Dass sich Honda so schwertut, hängt ihrer Meinung nach auch damit zusammen, dass die Japaner Ende 2020 bereits ihren Abschied aus der Formel 1 verkündet hatten. Zwar fuhr Red Bull noch bis Ende 2025 mit Honda-Motoren und gewann mit diesen sogar Rennen und Titel.
Allerdings sei der zwischenzeitliche Ausstieg hinter den Kulissen durchaus ein Problem für Honda gewesen, auch wenn man auf der Rennstrecke nichts davon gemerkt hat, vermutet Collins.
"Ich habe gehört, dass Honda angefangen hat, die komplette Fabrik auszuräumen, als sie sich entschieden haben, sich [aus der Formel 1] zurückzuziehen. Als sie sich zur Rückkehr entschieden haben, mussten sie also wieder mit einer leeren Fabrik anfangen", so die Expertin. "Das hat den Prozess signifikant verlangsamt", vermutet sie.
Das erste Rennen des Honda-Comebacks im Jahr 2015 beendete Jenson Button damals in Australien übrigens mit zwei Runden Rückstand. Teamkollege Kevin Magnussen, der den verletzten Fernando Alonso ersetzte, schaffte es in seinem McLaren nicht einmal in die Startaufstellung.
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