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Foto: Formel 1

Lewis Hamilton hat im Fahrerlager für reichlich Schmunzeln gesorgt. Weil der Rekordweltmeister dabei beobachtet wurde, wie er den aktuell übermächtigen Boliden seines ehemaligen Arbeitgebers Mercedes ganz genau inspizierte, ließen die Reaktionen im Netz nicht lange auf sich warten.

Erinnerungen an Sebastian Vettel wurden wach, der für seine akribischen Begutachtungen fremder Autos berühmt war. "Endlich haben wir einen würdigen Nachfolger für Inspector Seb", feierte ein Fan auf Reddit den viralen Moment.

Während einige Beobachter sofort spekulierten, ob der Brite seinen Abschied von Mercedes insgeheim bereut, wählte ein anderer User einen deutlich pragmatischeren Ansatz für Hamiltons Neugier: "Er macht genau das, was alle anderen auch tun. Er schaut sich die Performance an und versucht zu verstehen, wie man sechs Zehntel aus einem Auto herausholt, das kaum Aero-Updates hat, die das erklären könnten."

Traum-Szenario oder verpasste Chance?

Ein weiterer Fan sah in der Aktion eine völlig alltägliche Situation, die jeder Arbeitnehmer kennt: "Kennt ihr das, wenn ihr den Job wechselt, neugierig werdet und mal auf der Website oder dem LinkedIn-Profil der alten Firma vorbeischaut, um zu sehen, was die so treiben und euch denkt: 'Aha, interessant'. Genau das ist es wahrscheinlich."

Tatsächlich hat sich das Kräfteverhältnis in der Königsklasse mit dem Start der 2026er-Ära massiv verschoben. Mercedes hat die ungeliebte Ground-Effect-Generation hinter sich gelassen und dominiert das Feld derzeit nach Belieben. George Russell und Kimi Antonelli münzten eine reine silberne erste Startreihe in Australien direkt in einen Doppelsieg um. In China knüpften die Silberpfeile, kleiner Fauxpas zum Trotz, nahtlos daran an: Russell gewann den Sprint, während sich Antonelli die Poleposition für den Grand Prix in Shanghai sicherte.

Dass Hamilton nun ausgerechnet das Team jagt, mit dem er sechs seiner sieben WM-Titel feierte, werten viele jedoch nicht als Frustpotenzial. Ganz im Gegenteil. "Er hat seit seiner Kindheit davon geträumt, für Ferrari zu fahren", analysiert ein Nutzer die Situation des 41-Jährigen treffend. "Jetzt sitzt er im zweitschnellsten Auto und jagt jenes Team, das er verlassen hat und nun die Spitze dominiert - das ist exakt das Szenario, von dem echte Racer träumen."

Aufwärtstrend bei Ferrari nach zähem Start

Dass Hamilton im Ferrari überhaupt wieder aus eigener Kraft an der Spitze mitmischen kann, war lange nicht absehbar. Nach seinem aufsehenerregenden Wechsel zur Scuderia Ende 2024 erlebte der Brite eine extrem zähe erste Saison in Maranello und tat sich schwer, sich an sein neues sportliches Zuhause anzupassen.

Doch das neue Regelement für 2026 scheinen dem Routinier deutlich besser zu liegen. Bereits beim Saisonauftakt in Melbourne meldete sich Hamilton mit einem starken 4. Platz zurück. In China greift er nun von Startplatz 3 aus an und hat damit die dominanten Silberpfeile dabei direkt im Blick.

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