Isack Hadjar: Startschwäche von Red Bull ist "schockierend"
Nach dem Sprint zum Großen Preis von Großbritannien beschwert sich Red-Bull-Pilot Isack Hadjar über die anhaltende Startschwäche des RB22
Isack Hadjar zeigt sich nach dem Sprint in Silverstone äußerst frustriert
Foto: LAT Images
Beim Sprint zum Grand Prix von Großbritannien hatte Isack Hadjar schon am Start große Probleme. Schließlich fiel der Red-Bull-Pilot von Platz acht auf Platz 13 zurück und konnte sich letztlich nicht in die Top 8 kämpfen. Stattdessen konnte Racing-Bulls-Pilot Liam Lawson den letzten Punkt im Sprint abstauben.
Angesprochen auf die Startprobleme bei Red Bull antwortet Hadjar nach der Session gegenüber Viaplay: "Diesmal waren es einfach durchdrehende Räder. Ich habe die Kupplung losgelassen und auf den Grip gewartet. Das war nicht ideal, aber danach konnte ich mich wieder in eine gute oder zumindest normale Position begeben."
Später erklärt Hadjar seinen Frust ein wenig genauer: "Wir können einfach nicht starten", so seine Worte. "Ich verstehe es einfach nicht. Es hat keinen Sinn, an einem Rennen teilzunehmen, wenn du weißt, dass du direkt vier Plätze verlierst. Ich habe ja sogar noch mehr Positionen verloren. Es ist wirklich immer schockierend."
Wo genau das Problem liegt, kann Hadjar nicht beantworten. Während er laut eigener Aussage in der vergangenen Saison bei 24 Grand-Prix-Rennen 24 gute Starts hatte, würde man das diesjährige Prozedere mit den neuen Regeln bei Red Bull nicht verstehen.
"Aber das Ding ist ja", so Hadjar, "dass VCARB da einen viel besseren Job macht als wir. Das ist schon ein wenig seltsam."
Nach dem Qualifying zum Grand Prix von Großbritannien präzisiert Hadjar die Startprobleme ein wenig. Auf die Frage, ob es sich jedes Mal um dasselbe Problem handelt, antwortet der Red-Bull-Pilot: "Es ist jedes Mal ein neues Problem."
Des Weiteren erklärt Hadjar: "[Am Freitag] hatten wir zum Beispiel noch gute Starts, also waren wir da durchaus selbstsicher. Heute waren wir dagegen nirgendwo."
Von der Performance des RB22 war der Red-Bull-Pilot ebenso nicht allzu begeistert: "Man sieht eindeutig, dass wir zu langsam sind. Zu langsam in den Kurven, zu langsam in den Hochgeschwindigkeitskurven, und wir haben einen höheren Reifenverschleiß als die anderen."
Die Performance der Roten Bullen ist keine große Überraschung. Schon nach dem Qualifying für den Sprint hatte Max Verstappen etwas Skepsis gezeigt. Zwar konnte sich der viermalige Weltmeister auf Position drei qualifizieren, allerdings fehlten dem Teamleader mehr als drei Zehntelsekunden auf die Bestzeit von Lewis Hamilton.
Zumindest der Sprint in Silverstone lief für Verstappen ein wenig besser als für seinen frustrierten Teamkollegen. So steht für den 71-fachen Grand-Prix-Sieger am Ende Platz sechs zu Buche. Zeitweise konnte der Red-Bull-Pilot sogar um ein Podium kämpfen, doch fiel der 28-Jährige Stück für Stück zurück ins Mittelfeld.
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