Isola: Befürchtungen der Formel-1-Kritiker haben sich nicht bestätigt
Der langjährige Pirelli-Formel-1-Boss Mario Isola ist nicht überrascht von den Zeiten der diesjährigen Boliden - Schlimme Befürchtungen hätten sich nicht bestätigt
Mario Isola (links) mit Mercedes-Pilot Kimi Antonelli
Foto: Sutton Images
Die Formel 1 ist in der Saison 2026 deutlich schneller, als es die größten Pessimisten befürchtet hatten. Der langjährige Pirelli-Formel-1-Boss Mario Isola sagt über die neuen Autos: "Sie sind nicht langsam. Ich erinnere mich, dass vergangenes Jahr jemand davon sprach, sie seien fünf Sekunden langsamer."
"Das stimmt überhaupt nicht", stellt der Italiener klar und erklärt: "Vergangenes Jahr lag die Poleposition [in Suzuka] bei 1:26.9. Wir sind also weniger als zwei Sekunden langsamer." Tatsächlich fuhr Mercedes-Pilot Kimi Antonelli am Samstag in Japan eine 1:28.778.
Damit war der Italiener "nur" rund 1,8 Sekunden langsamer als Max Verstappen ein Jahr zuvor. Und laut Isola ist der Vergleich noch nicht einmal fair, weil die Regeln in diesem Jahr komplett neu sind, während man sich 2025 bereits am Ende eines vierjährigen Reglements befand.
"Wir stehen am Anfang eines Entwicklungszyklus, der wahrscheinlich enorm sein wird, da [die Teams] den elektrischen Teil des Antriebsstrangs besser verstehen müssen", erklärt Isola. Oder anders gesagt: Die Formel-1-Autos werden in den kommenden Jahren noch deutlich schneller werden.
Fairer wäre daher ein Vergleich mit der Saison 2022, als das damalige Reglement ebenfalls komplett neu war. Da fuhr Max Verstappen in Suzuka mit einer 1:29.304 auf die Poleposition, war also sogar gut eine halbe Sekunde langsamer als Antonelli 2026.
"Es ist die Art und Weise, wie sie diese Rundenzeit erreicht haben, die den Unterschied ausmacht", erklärt Isola. Denn tatsächlich sind die neuen Autos im Qualifying in den Kurven langsamer, erreichen dafür allerdings höhere Topspeeds als ihre Vorgänger.
Überraschend kommen die Zeiten der 2026er-Boliden für Isola übrigens nicht. Er verrät: "In Simulationen für die Rennstrecke in Suzuka war die Rundenzeit eine 1:28.7 - und die Poleposition lag bei 1:28.7. Die Teams sind also sehr gut mit ihren Simulationen."
"Auf einer neuen Rennstrecke ist es schwieriger [die Zeiten zu simulieren], aber in Suzuka, wo schon seit vielen Jahren Rennen stattfinden, lieferten sie uns recht zuverlässige Simulationen", so der Italiener.
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