"Ja, denke schon": Vettel bestätigt Vertrag mit Aston Martin für 2022

Noch ist es nicht offiziell kommuniziert, weshalb Sebastian Vettel ein Geheimnis draus machen muss - aber: Seine Zukunft bei Aston Martin 2022 ist wohl gesichert

"Ja, denke schon": Vettel bestätigt Vertrag mit Aston Martin für 2022

Sebastian Vettel wird aller Voraussicht nach auch 2022 für Aston Martin Formel 1 fahren. Zwar steht die offizielle Verlautbarung des Teams noch aus, weswegen der viermalige Weltmeister immer dann vage wird, wenn er konkret auf das Thema Zukunft angesprochen wird. Doch in einem Interview mit 'Sky' hat er am Donnerstag in Zandvoort bestätigt, dass vertraglich für 2022 bereits alles klar ist. (ANZEIGE: Gleich geht's los mit dem Freien Training in Zandvoort. Wenn Du jetzt kurzentschlossen Lust hast, es live zu sehen, hol Dir ein Sky-Ticket für unkompliziertes Livestreaming ohne Receiver!)

Auf die Frage, ob er 2022 "auf jeden Fall" dabei sein werde, antwortet Vettel: "Ja. Ich denke schon." Und er bestätigt, dass "soweit alles klar" sei, "was meine Position angeht". Der 34-Jährige windet sich jedoch um eine wirklich konkrete Aussage, wenn er anfügt: "Glaube ich ..."

Also nochmal Nachfrage: Haben Sie einen Vertrag für nächstes Jahr? "Ich denke ja", entgegnet Vettel. Der Reporter lässt nicht locker, will wissen, ob er das nur denkt oder ob er das wirklich weiß. Worauf Vettel sagt: "Ich weiß ja." Und auf die Frage, ob er es wirklich ganz sicher weiß, nochmal explizit bestätigt: "Ja."

Bereits zuvor hatte Vettel die Frage von 'Motorsport-Total.com', ob er seinem Kumpel Kimi Räikkönen in die Rente folgt und gemeinsam mit den Räikkönens den Vettel-Familienurlaub plant, oder ob es gesetzt ist, dass er 2022 weiterhin Formel 1 fahren wird, ähnlich schwammig beantwortet.

Urlaub mit Kimi: Entweder Stille - oder Party!

"Wegen des Familienurlaubs: Ich weiß nicht. Könnte ein ziemlich ruhiger Urlaub werden", spricht er grinsend auf die wenig ausgeprägte Redseligkeit Räikkönens an, "oder aber auch ein ziemlich unterhaltsamer! Ich habe mit Kimi noch nicht gesprochen. Nur kurz vor Spa. Aber ich freue mich für ihn."

"Was mich betrifft: Ich bin ein bisschen jünger als er", sagt Vettel (34) über Räikkönen (wird am 17. Oktober 42). "Insofern bin ich in einer anderen Position."

Sportlich steht Vettel, trotz einiger Startschwierigkeiten, gar nicht so schlecht da. In der Fahrer-WM liegt er mit 35 Punkten an zwölfter Stelle. Mit den 18 Punkten von der Disqualifikation in Ungarn wäre er Zehnter, auf Augenhöhe mit Kandidaten wie Daniel Ricciardo im McLaren oder Pierre Gasly im AlphaTauri.

Zum Vergleich: 2020, in seiner letzten Saison auf Ferrari, hatte Vettel nach zwölf Rennen 18 Punkte auf seinem Konto. Der Vergleich sei ihm aber "nicht wichtig", sagt der Deutsche: "Worauf es letzten Endes ankommt, sind die Ergebnisse. Die bringen die Punkte. Aber man kann, finde ich, die zwei Jahre nicht vergleichen. Kann man schon, wenn man möchte. Aber ich will das nicht. Weil es nichts bringt."

Erwartungen bei Aston Martin anders als bei Ferrari

"Die Erwartungshaltung war letztes Jahr am Saisonbeginn natürlich ganz anders. Hier ist es ein komplett neues Umfeld, ein neues Team. Da ist es immer schwierig, vor Saisonbeginn Erwartungen zu definieren. Wenn man bedenkt, wo wir jetzt stehen, dann denke ich, dass wir einen halbwegs passablen Job gemacht haben."

"Es hat sicher ein bisschen gedauert, bis ich mit dem Team einen Rhythmus gefunden habe, aber inzwischen fühle ich mich recht wohl. Hoffentlich können wir in den nächsten Rennen maximale Punkte rausholen. Ohne die Disqualifikation in Ungarn wären es noch mehr Punkte gewesen. Unterm Strich wollen wir irgendwann mehr als da und dort ein paar Punkte holen. Aber im Moment ist das halt, was möglich ist, und daher muss es auch unser Ziel sein."

Das gilt auch für Zandvoort: "Nach den letzten paar Rennen hoffe ich, dass wir uns wieder um die Top 10 qualifizieren können. Idealerweise mit beiden Autos in einer guten Position", sagt Vettel. "Und dann wollen wir Punkte holen. Im Mittelfeld, wo wir sind, geht es ziemlich eng zu. Da müssen wir schauen, was drin ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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