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Jackie Stewart erhält Auszeichnung für sein Lebenswerk im Motorsport

Die englische Fachpublikation Autosport ehrt den dreimaligen Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart für dessen Lebenswerk im Motorsport mit einer Goldmedaille

Jackie Stewart erhält Auszeichnung für sein Lebenswerk im Motorsport

Erst zum dritten Mal verleiht Autosport seine Goldmedaille an einen Motorsport-Funktionär, und dieses Mal ist ein Sicherheitspionier der Preisträger: Jackie Stewart. Der Formel-1-Weltmeister von 1969, 1971 und 1973 erhält die Auszeichnung der englischen Fachpublikation im Rahmen der Autosport-Awards im Dezember.

"Ich bin unheimlich stolz darauf, diese Ehrung zu bekommen", sagt Stewart. "Der Motorsport bereichert mein Leben noch immer auf so vielfältige Art und Weise, und ich verfolge den Motorsport schon seit Kindertagen, als mein Bruder Jimmy für Ecurie Ecosse angetreten ist."

Das war 1953 und Jackie Stewart damals ein Teenager, der seinem großen Bruder später nacheifern sollte: 1965 absolvierte er seinen ersten Grand Prix in der Formel-1-Weltmeisterschaft und hatte 1966 einen schweren Unfall in Spa-Francorchamps, der ihn dazu motivierte, für mehr Sicherheit im Motorsport zu werben. Und Stewart beließ es nicht bei Worten, er handelte auch.

Stewarts Schlüsselerlebnis in Spa

Sein Motto: "Wenn ich dem Sport einmal ein Erbe hinterlasse, dann hoffentlich bei der Sicherheit. Denn als ich in die Formel 1 gekommen bin, waren die sogenannten Sicherheitsvorkehrungen in entsetzlichem Zustand."

Stewart selbst befand sich nach seinem Crash in Spa für lange Zeit im Cockpit seines zerstörten Autos und musste von Fahrerkollegen gerettet werden. Ärztliche Hilfe vor Ort gab es nicht. Ein Krankenwagen transportierte Stewart schließlich ab, verfuhr sich aber auf dem Weg ins Krankenhaus. Und Stewart schwor sich, dass es nachfolgende Rennfahrer-Generationen einmal besser haben sollten als er selbst.

Sein Sicherheitsstreben brachte ihm aber nicht nur Applaus ein, sodass Stewart einmal sagte: "Ich wäre als Weltmeister viel beliebter, wenn ich immer das gesagt hätte, was die Leute hören wollten. Ich wäre dann zwar tot, aber definitiv beliebter!"

Der älteste noch lebende Formel-1-Weltmeister

Mit 84 Jahren ist Stewart der älteste noch lebende Formel-1-Weltmeister. Bis heute ist er ein Stammgast im Fahrerlager und als Experte tätig. Von 1997 bis 1999 unterhielt Stewart zudem ein eigenes Formel-1-Team, dem 1999 auf dem Nürburgring mit Johnnie Herbert ein Grand-Prix-Sieg gelang.

Vor Stewart hatten 2021 Jean Todt und 2022 Roger Penske die Autosport-Goldmedaille erhalten. "Beide haben so viel im Motorsport bewegt", sagt Stewart. "Ich fühle mich extrem geehrt, dass mir nun ebenfalls diese wunderbare Auszeichnung zuteilwird."

Mit Bildmaterial von circuitpics.de.

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