Jacky Ickx überrascht mit Meinung zum neuen Formel-1-Reglement
Das neue Reglement hat für Diskussionen gesorgt: Ex-Pilot Jacky Ickx warnt vor dem Fehler, dass man "die Formel 1 von gestern nicht mit der von heute vergleichen" darf
Ex-Rennfahrer Jacky Ickx hat die aktuelle Formel 1 verteidigt
Foto: circuitpics.de circuitpics.de
Der mehrfache Gesamtsieger der 24 Stunden von Le Mans sowie ehemalige Formel-1-Pilot Jacky Ickx hat sich positiv über das aktuelle Formel-1-Reglement geäußert, das in diesem Jahr in Kraft getreten ist, aber bei den ersten drei Rennen der neuen Saison bereits für hitzige Diskussionen gesorgt hat.
"Wir dürfen nicht den Fehler machen, die Formel 1 von gestern mit der von heute zu vergleichen", sagt Ickx gegenüber Motorsport.com, eine Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network. "Meine Meinung zählt nicht. Was zählt, ist zu sehen, wie sich das Publikum entwickelt."
"Es geht darum, ob die Menschen der Formel 1 folgen und wie stark sie ihr folgen. Das Publikum ist der Schlüssel zu allem", betont der Belgier. Es ist unbestreitbar, dass die aktuelle Formel 1 nicht jedermanns Geschmack trifft, doch die Einschaltquoten im Fernsehen zeigen steigende Zuschauerzahlen in vielen europäischen Ländern.
"Wenn die Formel 1 die Aufmerksamkeit hochhält und Marktanteile generiert, dann ist das in Ordnung", ergänzt Ickx, der die Bedeutung der Einschaltquoten für den Sport hervorhebt: "Ohne Publikum kann nichts gemacht werden. Wenn das Publikum da ist, dann ist es in Ordnung."
Ein großer Kritikpunkt der ersten Rennen waren die "künstlichen" Überholmanöver, doch für den zweifachen Vizeweltmeister spielt es keine Rolle, wie die Manöver entstehen: Wichtig ist für Ickx nur, ob sie Spektakel erzeugen und das Publikum anziehen.
"In meiner Zeit haben wir wirklich nur vier Parameter auf dem Armaturenbrett gesehen. Es war eine andere Ära im Vergleich zu heute, in der die Fahrer viel mehr Dinge beachten müssen. Aber das Publikum ist der Schlüssel zum Erfolg des Motorsports."
"Man muss natürlich den Meinungen der Menschen folgen", sagt Ickx. "Aber ich glaube, dass es den Menschen eigentlich egal ist, was unter der Haube steckt. Wichtig sind die Kämpfe auf der Strecke, ob der Kampf gut ist, ob die Herausforderung intensiv ist. Das zählt. Wir haben noch nie so hohe Zuschauerzahlen gesehen."
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