Jacques Villeneuve: „Launischer“ Grosjean nicht der Richtige für Haas?

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Jacques Villeneuve: „Launischer“ Grosjean nicht der Richtige für Haas?
Adam Cooper
Autor: Adam Cooper
Übersetzung: Stefan Ehlen
07.10.2015, 11:38

Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve ist nicht davon überzeugt, dass Romain Grosjean der richtige Mann für das Debüt des Haas-Rennstalls ist.

Jacques Villeneuve
Günther Steiner, Teamchef Haas F1 Team, Romain Grosjean, Haas F1 Team, und Gene Haas, Besitzer Haas
Jacques Villeneuve, Venturi
Romain Grosjean, Haas F1 Team
Günther Steiner, Romain Grosjean und Gene Haas

Grosjean verlässt Lotus zum Saisonende 2015, um beim US-amerikanischen Haas-Team wichtige Aufbauarbeit zu leisten und die Formel-1-Saison 2016 zu bestreiten.

Villeneuve unterstellt Grosjean jedoch, er sei „zu launisch“, um ein Team nach vorn zu bringen.

„Hat er das Zeug dazu, ein Team aufzubauen? Er lässt sich scheinbar ziemlich leicht auf die Palme bringen. Und das ist in dieser Situation nicht besonders gut. Denn bei einem neuen Team kommt es unweigerlich zu Rückschlägen“, sagt Villeneuve bei Motorsport.com.

„Ich schätze, die vergangenen Jahre bei Lotus haben ihn etwas geerdet. Das dürfte ein gutes Training gewesen sein.“

Villeneuve prophezeit ein schwieriges Debütjahr

In jedem Fall erwartet Villeneuve ein schwieriges erstes Jahr für Haas.

„Einfach wird es nicht. Denn meist erkennen die Leute erst, wenn sie der Formel 1 beitreten, auf was für ein schwieriges Terrain sie sich begeben haben“, meint der Kanadier.

„Haas scheint mir gut aufgestellt zu sein. Doch alles Weitere werden wir sehen, wenn sie auf die Strecke gehen. Also warten wir ab.“

„Viele haben es schon probiert und haben sich alsbald total entsetzt wieder davon abgewendet“, sagt Villeneuve und merkt an: „Haas scheint die richtige Einstellung zu haben.“

Villeneuve kennt die Situation von Grosjean übrigens aus erster Hand: 1999 schloss er sich dem zunächst erfolglosen BAR-Rennstall an, der trotz großspuriger Ankündigungen („Wir fahren von Anfang an auf Sieg“) bis zum Verkauf von Honda zur Saison 2006 den eigenen Zielen hinterherfuhr.

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