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Mercedes: Warum 2021 ein "seltsames Jahr" ist für die Titelverteidiger

Vor der Präsentation des neuen Mercedes W12 verrät Technikchef James Allison, wie die Saisonvorbereitung lief und warum in diesem Jahr alles anders ist

Mercedes: Warum 2021 ein "seltsames Jahr" ist für die Titelverteidiger

McLaren machte in dieser Woche mit der Präsentation des MCL35M für die Formel-1-Saison 2021 den Anfang. Weltmeister Mercedes lässt sich etwas länger Zeit: Das neue Auto von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas wird am 2. März vorgestellt.

Die Vorbereitungen darauf verliefen in diesem Winter angesichts der Corona-Pandemie und dem verbundenen Einschränkungen anders als sonst, wie Mercedes-Technikchef James Allison in seinem neuesten Erklärvideo verrät. "2021 ist ein seltsames Jahr", sagt er dort. "Der Jahresbeginn ist ganz anders als sonst."

"Anders als in einem normalen Jahr, in dem jetzt unzählige Teile aus allen Ecken der Welt in die Fabrik strömen würden, damit wir das neue Auto in letzter Minute zusammenbauen können, ist in diesem Jahr alles ein bisschen anders. Der Grund dafür ist, dass viele Teile im W12 bereits in der Saison 2020 eingesetzt wurden."

Wie Corona die Saisonvorbereitung verändert hat

Um in der Corona-Krise Kosten zu sparen, entschied sich die Formel 1 für einen umfangreichen "Carry Over" von 2020 in die neue Saison. Sprich: Statt alles neu zu entwickeln, werden etwa 60 Prozent der Autos vom Vorjahr übertragen.

"Normalerweise würden wir komplett neue Teile testen, zusammenbauen und dann ins Auto integrieren. Stattdessen erwarten uns dieses Jahr mehr Management-Aufgaben, um sicherzustellen, dass wir ausreichend Ersatzteile haben und alles bereit und an den richtigen Stellen ist", erklärt Allison die damit einhergehenden Abläufe.

Anstatt das gesamte Auto werden nur Dinge getestet, die sich geändert haben. "Das bringt einen ganz anderen Rhythmus mit sich und führt dazu, dass wir uns immer wieder fragen: Haben wir etwas vergessen? Natürlich haben wir viel zu tun und überprüfen alles doppelt und dreifach, damit wir keine peinlichen Momente erleben."

Allison sieht Aerodynamik als größte Baustelle

Die größte Herausforderung über den Winter sieht der Mercedes-Technikchef in den Veränderungen am aerodynamischen Reglement. "Sie kamen relativ spät im Jahr und haben einen recht erheblichen Einfluss auf die Performance des Autos."

"In den letzten Wochen und Monaten haben wir uns zum Großteil darauf konzentriert, die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Luftstrom rund um das Auto zu verstehen. Dabei wollten wir herausfinden, wie wir die verlorene Performance durch die neuen Regeln zurückgewinnen können", erklärt Allison das Vorgehen.

Denn die neuen Aero-Regeln zielen darauf ab, den Abtrieb der Boliden um bis zu zehn Prozent zu reduzieren. Deshalb wird im Windkanal und mit Computersimulationen an Lösungen gearbeitet, die dann in Komponenten umgesetzt werden müssen, "die rechtzeitig für die neue Saison in voller Größe produziert und in das Auto eingebaut werden".

Mercedes trotz Corona-Beschränkungen glücklich

Natürlich wird die Arbeit auch weiterhin von der Pandemie beeinträchtigt. Doch Allison betont: "Wir hatten in mehrerlei Hinsicht viel Glück. Zunächst hat die Formel 1 im vergangenen Jahr einige sehr vernünftige Entscheidungen getroffen. So konnten wir ein neues Auto bauen, ohne mit einem weißen Blatt Papier beginnen zu müssen."

"Wir konnten viele Aspekte und Teile des Autos aus dem Vorjahr übernehmen, zum Beispiel das Chassis oder das Getriebe. Das hat einen Großteil der Last von unseren Schultern genommen", spricht der Ingenieur den "Carry Over" an.

"Der zweite Faktor ist, dass wir das Glück haben, gute Anlagen und viel Platz zu besitzen. Dieser Platz hat es uns erlaubt, uns auszubreiten und das nötige Social Distancing umzusetzen, damit alle sicher arbeiten konnten, während wir das neue Auto gebaut haben", auch wenn das nicht so viel Spaß gemacht habe wie sonst, gibt Allison zu.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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