James Vowles: Der nächste Schritt ist für Williams deutlich schwieriger
James Vowles blickt trotz der jüngsten Probleme optimistisch in die Zukunft, betont aber, dass Williams in der Saison 2026 wohl noch nicht ganz vorne mitmischen kann
Alexander Albon, Carlos Sainz und Williams-Teamchef James Vowles
Foto: Williams
Bei Williams zeigte der Trend in den vergangenen Jahren nach oben. Nachdem man die Saison 2022 noch auf dem zehnten und letzten WM-Platz beendet hatte, wurde man 2023 Siebter und nach einem kleinen Abfall im Jahr 2024 mit P9 in der Saison 2025 sogar WM-Fünfter.
Besser war Williams zuletzt vor zehn Jahren, als man die Formel-1-Saison 2015 auf dem dritten WM-Rang beendete. Doch James Vowles, der seit 2023 Teamchef in Grove ist, betont, dass der nächste Schritt der bislang schwierigste für den Rennstall werden wird.
Man sei sich "der vor uns liegenden Herausforderung durchaus bewusst", sagt Vowles und erklärt: "Meiner Erfahrung nach ist der Sprung vom fünften auf den vierten Platz exponentiell schwieriger als das, was wir bereits erreicht haben."
Denn in den vergangenen Jahren waren die vier Topteams der Formel 1 (McLaren, Red Bull, Ferrari und Mercedes) mehr oder weniger unter sich. Der letzte Sieg eines anderen Rennstalls stammt noch aus der Saison 2021 und liegt inzwischen viereinhalb Jahre zurück.
Beim Großen Preis von Ungarn 2021 siegte Esteban Ocon für Alpine, seitdem gingen alle 103 Grand-Prix-Siege in der Königsklasse an die vier Topteams. Das zeigt, wie schwierig es ist, den Sprung von der Spitze des Mittelfelds in die Top 4 zu schaffen.
"Der einzige Weg, dies gegenüber Konkurrenten zu erreichen, die selbst nach vorne streben und sich weiterentwickeln, besteht darin, die absoluten Grenzen zu verschieben und mutige Entscheidungen zu treffen", erklärt Vowles.
Vowles optimistisch: 2025 "unsere etablierte Basis"
Denn auch bei McLaren und Co. steht die Entwicklung nicht still, weshalb es für Williams nicht reicht, sich im gleichen Maße nach vorne zu bewegen. Man muss besser als die Topteams sein - was laut Vowles 2026 wohl noch nicht der Fall sein wird.
Der Teamchef betont: "Wir rechnen nicht damit, [2026] um die Meisterschaft zu kämpfen. Aber wir gehen davon aus, dass 2025 unsere etablierte Basis ist und wir das Geschäft von da an Jahr für Jahr weiter vorantreiben werden."
Heißt: Obwohl Williams den Shakedown in Barcelona in der vergangenen Woche auslassen musste und damit keinen guten Start ins neue Jahr erwischte, geht Vowles davon aus, dass man 2026 dort weitermachen kann, wo man in der vergangenen Saison aufgehört hat.
"Niemand weiß wirklich, was in Melbourne passieren wird", sagt er im Hinblick auf den Saisonauftakt und erklärt: "Unser wichtigster Punkt ist im Moment, dass wir wie verrückt pushen, aufholen und mit hoch erhobenem Kopf nach Bahrain fahren und weiter vorankommen."
In Sachir finden ab der kommenden Woche die beiden letzten Formel-1-Tests vor dem Auftakt in Australien statt. Gefahren wird in der Wüste vom 11. bis zum 13. und noch einmal vom 18. bis zum 20. Februar - in beiden Fällen dann auch mit Williams.
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.