James Vowles staunt: Mercedes-Rennsimulation ist eine Ansage
Mercedes startet dominant in die Formel-1-Tests 2026. Williams-Teamchef James Vowles ist beeindruckt und spricht von einer frühen Machtdemonstration
Mercedes beeindruckt mit einer Rennsimulation schon am zweiten Testtag
Foto: LAT Images
Mercedes hat zum Auftakt der Formel-1-Saison 2026 ein deutliches Zeichen gesetzt. Andrea Kimi Antonelli absolvierte bereits am zweiten Tag des Shakedowns in Barcelona eine komplette Rennsimulation, was bei der Konkurrenz für Aufsehen sorgte.
Diese frühe Demonstration der Stärke wurde besonders von Williams-Teamchef James Vowles mit Anerkennung zur Kenntnis genommen. Für ihn war dieser erfolgreiche Langstreckenlauf eine klare Ansage an das gesamte Fahrerfeld.
"Ich bin beeindruckt von ihnen", sagte Vowles. "Das sollte ich wahrscheinlich nicht sein, weil ich früher ein Teil davon war. Aber für Mercedes, auf die Strecke zu gehen und am zweiten Tag eine Renndistanz zu absolvieren, ist das eine Art großer Lacher ins Gesicht aller anderen."
Mercedes überzeugt bislang
Er fügte hinzu, wie fortschrittlich das Team aus Brackley bereits sei. Der Mercedes W17 und seine HPP-Power-Unit liefen von Beginn an zuverlässig. Das galt auch für die Kundenmotoren, die bei McLaren und Alpine zum Einsatz kamen.
Teamkollege George Russell teilte den positiven Eindruck nach dem Shakedown. Er betonte jedoch, dass auch die anderen Top-Teams aus dem Vorjahr einen starken Eindruck hinterlassen hätten. Die Saison 2025 hatte die Hackordnung klar definiert.
"Wir haben Barcelona mit einem positiven Gefühl verlassen, weil das Auto wie erwartet reagierte", erklärte Russell. "Die Aero-Zahlen am Auto stimmen mit dem überein, was wir im Simulator sehen. Das Fahrverhalten entspricht dem Gefühl im Simulator."
Man stapelt tief
Diese Korrelation zwischen Simulation und Realität sei etwas, das das Team seit 2021 nicht mehr in diesem Maße erlebt habe. Dennoch warnte Russell vor voreiligen Schlüssen und verwies auf die starke Konkurrenz.
"Wir dürfen unsere Rivalen nicht abschreiben", so Russell. "Es gab viele Gerüchte, dass die Red-Bull-Power-Unit im ersten Jahr nicht dem Standard entsprechen würde. Nach dem, was wir bisher gesehen haben, haben sie definitiv geliefert."
Auch die Ferrari-Antriebseinheit laufe zuverlässig. Sie habe im Verlauf des Tests nur unwesentlich weniger Runden absolviert als Mercedes. "Die Wahrheit ist, es könnte ein harter Kampf werden. Aber wir sind zufrieden mit dem, was wir bisher erlebt haben."
Red Bull überrascht mit Zuverlässigkeit
Vowles zollte auch Red Bull Ford Powertrains Respekt. Er sei positiv überrascht von der Wettbewerbsfähigkeit des Triebwerks, das Red Bull in Eigenregie entwickelt hat. Vor allem der Verbrennungsmotor habe in Barcelona beeindruckt.
"Ich war positiv überrascht von der Red-Bull-Power-Unit, was gut für den Sport ist", ergänzte Vowles. "Eine Antriebseinheit im ersten Jahr von Grund auf neu zu bauen, sie auf die Strecke zu bringen und beide Teams viele Kilometer fahren zu lassen, ist gewaltig."
Vowles' eigenes Team, Williams, verpasste den Shakedown in Barcelona aufgrund von Produktionsverzögerungen. Die Daten der anderen Mercedes-Kundenteams halfen zwar, den Schmerz zu lindern, doch der Rennstall muss nun aufholen.
Williams: Rückstand ja, aber keine Sorgen deswegen

Williams-Teamchef James Vowles über die Konkurrenten
Foto: LAT Images
"Wir haben den Test verpasst, aber stattdessen eine ganze Woche virtuelle Testfahrten absolviert und dort mehrere hundert Kilometer zurückgelegt", erklärte er. Das sei zwar nicht dasselbe wie reales Fahren, helfe aber, erste Kinderkrankheiten auszumerzen.
Zusätzlich absolvierte das Team zwei Filmtage in Silverstone und Bahrain, um den FW48 einem Shakedown zu unterziehen. Das Auto lief dabei fehlerfrei und absolvierte die geplante Distanz, um die Systeme zu prüfen.
"Es gibt keinen Zweifel, dass wir im Rückstand sind, weil die anderen bereits drei Tage auf der Strecke waren", so Vowles. Er sei aber zuversichtlich, dass der Rückstand bei den verbleibenden sechs Testtagen aufgeholt werden kann.
Man müsse bedenken, dass die Testzeit in diesem Jahr verdoppelt wurde. Die neuen Power-Units laufen größtenteils sehr gut, weshalb man über die sechs Tage hohe Kilometerzahlen erreichen und wieder auf das gewünschte Niveau kommen kann.
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