Jean Todt: Nach der FIA-Präsidentschaft kommt das Buch

Mit diesem Jahr endet die Ära Jean Todt: Der FIA-Präsident legt sein Amt nach zwölf Jahren nieder - Für den Ruhestand hat der 75-Jährige bereits Pläne geschmiedet

Jean Todt: Nach der FIA-Präsidentschaft kommt das Buch

Mit dem Ende von Jean Todts Amtszeit im kommenden Dezember geht eine Ära zu Ende. Denn schließlich prägte der 75-Jährige die Formel 1 nicht nur zwölf Jahre lang als Präsident des Automobil-Weltverbands FIA, sondern zuvor auch als Teamchef.

"Ich muss sagen, dass ich gesegnet worden bin", blickt Todt dankbar zurück. "Meine Karriere begann 1966 als Beifahrer (in der Rallye-Weltmeisterschaft; Anm. d. R.). Seit 1981, als ich zum Chef von Peugeot ernannt wurde, habe ich bis heute keinen einzigen Arbeitstag verpasst, und das ist ein Segen in meinen Augen."

"Es ist eine Art Mischung aus ein bisschen verrückt und gesegnet. Und so werde ich mich bis zum 17. oder 18. Dezember weiterhin voll und ganz meiner Arbeit widmen", versichert der Franzose, der es noch für zu früh hält, eine Bilanz zu ziehen. "Wenn wir darüber sprechen, was wir erreicht haben, was wir nicht erreicht haben, dann wird das der richtige Zeitpunkt sein, um mir die Frage zu stellen."

Todt: Habe viele Interessen außerhalb der Formel 1

Ausführlich darüber berichten wird er ohnehin in einem Buch, das Ende 2022 erscheinen soll. "Es wird eine Kombination aus meiner Geschichte sein, der Sichtweise einiger mir sehr nahestehender Menschen und meinem Umgang mit anderen Dingen, die nichts mit dem Motorsport zu tun haben", erklärt Todt.

Und davon gibt es genug, wie der Franzose verrät: "Ich mache eine Menge anderer Dinge, die Sie wahrscheinlich nicht kennen. Und das kostet mich eine Menge Zeit. Ich habe viele Interessen. Es ist in gewisser Weise ein großes Privileg, mich mit Dingen zu beschäftigen, die nichts mit der Formel 1 oder dem Motorsport zu tun haben. Ich liebe es."

Langweilig wird Todt im Ruhestand also nicht werden. Er habe noch viele Ideen und hoffe, diese auch verwirklichen zu können. "Ich bin kein junger Mann mehr", weiß der 75-Jährige und erinnert an die kürzlich verstorbenen Kollegen Mansour Ojjeh (68) und Max Mosley (81). Beide erlagen einem Krebsleiden.

Ruhestand: Ende der Amtszeit ohne Hintertürchen

"Es passiert also nicht nur den anderen. Ich hoffe also, dass es keinem von uns passiert. Aber wir müssen mit dem Wissen leben, dass es passieren kann. Und natürlich bestimmt es dann unser Leben", wünscht sich Todt noch viele gesunde Jahre.

In diesen soll die FIA nach dem Ende seiner Amtszeit keine Rolle mehr spielen. "Es wird keine Verbindung mehr zur FIA geben", betont der scheidende Präsident des Weltverbands. "Das wäre sonst ungesund. Natürlich werde ich immer zur Verfügung stehen, wenn es eine Frage zu meiner früheren Arbeit geben sollte. Aber darüber hinaus werde ich nicht mehr mit der FIA zu tun haben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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