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Jean Todt erklärt Mick Schumachers F1-Aus: "Nachname wurde zum Nachteil"

Was der frühere FIA-Präsident Jean Todt als Freund der Familie Schumacher über die Formel-1-Zeit von Mick Schumacher und über dessen Zukunft denkt

Jean Todt über Mick Schumacher: "Nachname wurde zum Nachteil"

"Ich will ihn am Ziel seiner Träume sehen", sagt Jean Todt über Mick Schumacher. Stand jetzt aber kann Mick Schumacher seine Träume nicht verwirklichen, denn er fährt derzeit nicht in der Formel 1. Und dass er seinen Stammplatz in der Motorsport-"Königsklasse" verloren hat, das liegt laut Todt vor allem an äußeren Umständen.

Im Gespräch mit Sport Bild sagt Todt als langjähriger Freund der Familie Schumacher: "Viele Leute denken, dass sein Nachname ein Vorteil ist - aber er wurde zum Nachteil."

Der Druck, der dadurch auf Mick Schumacher ausgeübt wurde, sei "unfair" gewesen. Mehr noch: "Die Erwartungen an ihn waren unangemessen - und das Auto nicht konkurrenzfähig", meint Todt. Sein Fazit: "Er konnte nie zeigen, welches Potenzial in ihm steckt."

 

Allerdings habe Mick Schumacher auch selbst einen Anteil daran, dass seine Formel-1-Karriere nach nur zwei Saisons bei Haas zu Ende gegangen sei, sagt Todt: "Natürlich hatte er ein paar Unfälle, die er teilweise selbst verschuldet hat." Insgesamt aber sei Mick Schumacher ein Fahrer, der "ein Cockpit in der Formel 1 verdient hat", meint Todt.

Dann fügt er noch hinzu: "Mick ist besser als die Hälfte der Formel-1-Fahrer." Woran genau er das festmacht, dazu sagt Todt nichts. Nur so viel: "Mick hat ohne Frage das Zeug [für die Formel 1]. Sonst hätte er nicht die Formel 3 und die Formel 2 gewonnen."

Laut Todt ist Mick Schumacher aber womöglich "zu nett" gewesen für die Formel 1. "Da muss man manchmal die Ellbogen ausfahren", erklärt Todt. "Und ich weiß aus meiner Zeit als Teamchef, dass die Leistung eines Fahrers sofort leidet, wenn er sich nicht wohlfühlt."

Jean Todt als Ferrari-Teamchef und FIA-Präsident

Todt stand von 1993 bis 2007 dem Formel-1-Traditionsteam Ferrari als Teamchef vor und verantwortete somit die komplette Ferrari-Ära von Mick Schumachers Vater Michael Schumacher, der von 2000 bis 2004 fünf Mal in Folge die Weltmeisterschaft gewann. Anschließend wandte sich Todt der Sportpolitik zu: Von 2009 bis 2021 war er als Präsident des Automobil-Weltverbands (FIA) tätig.

Der heute 78-Jährige hatte zu Beginn seiner Karriere selbst aktiv Motorsport bestritten und war über viele Jahre Beifahrer im Rallyeauto gewesen, auch auf WM-Niveau. Dann wechselte er ins Management und leitete die Sportabteilung von Peugeot, und das erfolgreich: Peugeot gewann die Rallye-WM, die Rallye Dakar und die 24 Stunden von Le Mans jeweils mehrfach. Es folgte die Abwerbung durch Ferrari.

Todt ist mit der Schauspielerin Michelle Yeoh verheiratet. Aus erster Ehe hat er einen Sohn: Nicolas Todt ist ein Motorsport-Manager und betreut unter anderem Ferrari-Fahrer Charles Leclerc.

Mit Bildmaterial von circuitpics.de.

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