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Formel-E-Boss Jeff Dodds ist überzeugt, dass die Formel 1 von seiner Serie profitiert

Foto: Getty Getty

Formel-E-Chef Jeff Dodds ist der Ansicht, dass seine Rennserie der Formel 1 aktuell dabei hilft, ihr neues Reglement besser zu verstehen, das seiner Meinung nach zu Unrecht kritisiert wurde. Max Verstappen hatte beispielsweise gesagt, dass die Formel 1 "wie Formel E auf Steroiden" sei.

Dodds ist allerdings überzeugt, dass aktuell beide Serien davon profitieren. Denn inzwischen haben sich gleich mehrere Formel-1-Teams für ihre Test- und Entwicklungsarbeit die Unterstützung erfahrener Formel-E-Piloten gesichert, beispielsweise Nyck de Vries und Nick Cassidy.

"Es gibt ein wachsendes Interesse im Fahrerlager, das Auto zu verstehen", verrät der Formel-E-Boss bei der Vorstellung des neuen Gen4-Autos, das fast so schnell sein soll wie die Formel 1. "Alle Formel-1-Fahrer fahren gerne alles. Daher besteht Interesse daran, das Auto zu fahren."

"Ich finde es interessant, dass das Interesse an den jeweiligen Rennserien aus unterschiedlichen Gründen zu wachsen scheint", ergänzt Dodds. "Die Formel 1 kommt in die Formel E, weil sie den Fahrern hilft, die Energierückgewinnung, das Aufladen der Batterien und das Fahren eines anderen Fahrzeugtyps zu verstehen."

Wenn die Formel 1 gut läuft, ist das für alle von Vorteil

"Außerdem sind die Formel-1-Fahrer daran interessiert, einfach mal ein neues Elektroauto mit deutlich mehr Leistung auszuprobieren." Am aktuellen Reglement der Formel 1 gab es nach den ersten drei Rennen der neuen Saison heftige Kritik, weshalb inzwischen erste Änderungen umgesetzt wurden.

"Eine erfolgreiche Formel 1 ist gut für den gesamten Motorsport", betont Dodds, der an den jüngsten Anpassungen keine Kritik übt. "Wenn es in der Formel 1 gut läuft und alles nach Plan verläuft, ist das für uns alle von Vorteil, denn es bringt neue Fans, neue Zuschauer und neue Begeisterung für den Motorsport."

Formel-1-Regeländerungen sind "ein sehr starkes Zeichen"

"Wir wünschen uns also, dass sie weiterhin so unglaublich erfolgreich sind. Vielleicht haben sie noch nicht alles perfektioniert und werden daran arbeiten, aber es bedeutet, dass mehr Menschen über Elektrorennen, erneuerbare Energien, das Aufladen von Batterien und die Batterieregeneration während des Rennens sprechen."

"Das muss gut für uns sein", ergänzt der Brite. "Wir starten in einen neuen Reglementzyklus und mit einem neuen Auto in der vierten Generation, genau wie in der dritten Generation, und es braucht Zeit, ein neues Auto und ein neues Format auf der Strecke einzufahren."

"Ich denke, die Leute waren in ihrer ersten Beurteilung der Formel-1-Saison ziemlich hart", meint der Formel-E-Chef über die heftige Kritik an der Königsklasse. "Aber die Tatsache, dass sie so schnell darauf reagieren, ist ein sehr starkes Zeichen für den Motorsport."

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