Jenson Button sicher: Russell hält dem Antonelli-Druck stand
George Russell steht bei Mercedes unter Druck durch Kimi Antonelli - Jenson Button ist überzeugt: Der Brite kann das Duell kontrollieren
Jenson Button schätzt George Russell als WM-Favoriten ein
Foto: LAT Images
Bei Mercedes bahnt sich 2026 ein spannendes teaminternes Duell an: George Russell gegen Andrea Kimi Antonelli. Nach einem dominanten Saisonstart mit Siegen in Australien und China liegt der junge Italiener nur knapp hinter seinem erfahreneren Teamkollegen - und setzt ihn damit früh unter Druck.
Spätestens seit Antonellis Sieg beim Großen Preis von China und seiner Poleposition für Japan ist klar: Der Rookie ist nicht nur schnell, sondern auch ein ernsthafter Herausforderer im eigenen Team.
Button: Russell hat die Erfahrung auf seiner Seite
Für Jenson Button ist die Ausgangslage dennoch eindeutig. Der Weltmeister von 2009 traut Russell zu, das interne Duell zu kontrollieren. "Ich denke, er wird das gut managen", erklärt Button. Besonders Russells Erfahrung spreche für ihn. Schließlich habe er sich bereits gegen Größen wie Lewis Hamilton behaupten müssen.
Damals sei der Druck sogar ein anderer gewesen. "Alle haben erwartet, dass Lewis schneller ist", so Button. "Jetzt ist es eher umgekehrt - George ist der erfahrene Mann." Dennoch warnt Button vor Antonellis Qualitäten. "Kimi ist extrem schnell", sagt er. "Und er ist noch sehr roh."
Gerade diese Unberechenbarkeit könne zur Gefahr werden. "Manchmal fragt man sich als erfahrener Fahrer: Wie hat er das gemacht? Es passiert einfach - ganz natürlich." Genau diese Mischung aus Talent und Instinkt macht Antonelli aktuell so schwer einzuschätzen - und so gefährlich für Russell im internen Vergleich.
Collins: Druck als Chance für Russell
Auch Bernie Collins sieht das Duell als entscheidenden Faktor - allerdings mit einem positiven Twist für Russell. "Das kann ein Vorteil sein", erklärt sie. "Wenn George es richtig angeht, hält ihn das auf einem extrem hohen Level." Ohne direkten Druck bestehe die Gefahr, nachzulassen - doch mit Antonelli im Nacken sei das unmöglich.
"Sobald George einen Fehler macht, ist Kimi da", so Collins. "Das zwingt ihn, konstant am Limit zu bleiben." Ein erstes Beispiel dafür lieferte das Qualifying in Suzuka. Während Antonelli sich die Poleposition sicherte, kämpfte Russell mit Balance-Problemen und übermäßigem Übersteuern nach Set-up-Änderungen.
Das zeigt: Selbst kleine Schwächen werden sofort bestraft. In einem so engen teaminternen Duell gibt es kaum Spielraum für Fehler - besonders nicht, wenn ein Rookie in dieser Form fährt. Mit der aktuellen Dominanz von Mercedes könnte der Kampf um die Weltmeisterschaft jedenfalls zu einer internen Angelegenheit werden.
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