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Jenson Button über sein Weltmeister-Auto: Diese Dinger sind "verrückt"

Jenson Button hatte in Goodwood die Möglichkeit, seinen Weltmeister-Boliden aus der Formel-1-Saison 2009 einmal mehr zu pilotieren

Jenson Button über sein Weltmeister-Auto: Diese Dinger sind "verrückt"

Jenson Button war in Goodwood wieder mit seinem Weltmeister-Brawn zu sehen

Foto: Brawn Brawn

Am Wochenende hatte Jenson Button einmal mehr die Ehre, seinen Weltmeister-Brawn aus dem Jahr 2009 zu pilotieren. Beim 83. Goodwood Members' Meeting waren erstmals seit der Titelsaison alle drei Chassis des Teams an einem Ort vereint.

Button hat den BGP 001 über den in West Sussex gelegenen Rundkurs bewegt, nicht über die ebenso illustre Hillclimb-Strecke. Diese wird lediglich für das sogenannte Goodwood Festival of Speed eingesetzt.

Button, inzwischen als aktiver Rennfahrer zurückgetreten, zeigte sich im Interview nach seinem Auftritt äußerst zufrieden.

"Es ist verrückt, wie schnell diese Dinger sind! Du vergisst es. Ich mein, ich komme in den Kurven an und denke: 'Oh, ich bremse einfach da, wo ich mit dem E-Type gebremst habe'. Aber hier geht das so viel später, und manchmal musst du nicht einmal bremsen! Ich weiß nicht, welche Geschwindigkeit wir auf der Gegengerade erreicht haben, aber es war schnell."

Zuletzt hatte Button 2019 die Chance, seinen WM-Boliden zu pilotieren. Damals hatte der 15-malige Grand-Prix-Sieger für Sky Sports ein Feature in Silverstone gedreht.

"Weißt du, ich glaube, Leute vergessen, wie speziell diese Autos waren. Die Größe, das Gewicht, der Sound, wirklich spektakulär! Und es gibt keinen besseren Ort, [dieses Auto] zu fahren und zu präsentieren, als hier in Goodwood", so Button.

2009 - Zeitenwende in der Formel 1

2009 stellte für die Formel 1 eine radikale Zeitenwende dar. Wo man 2008 noch mit Rillenreifen und horrend komplexen Flügelmonstern über den halben Globus gejettet war, wurden die Wagen für 2009 deutlich angepasst. Die Rückkehr der Slicks, das überarbeitete Chassis-Reglement und das Debüt von KERS sorgten damals wie heute für Gesprächsstoff.

Doch nicht nur die Boliden an sich, sondern gerade die Geschichte rund um das Team Brawn ist inzwischen Teil der Formel-1-Historie.

Die Underdog-Story des einst als Honda geschlossenen Teams, über den Weiterverkauf an Ross Brawn für einen symbolischen Pfund, bis hin zum Titelgewinn in Interlagos wurde sogar für Hulu durch Hollywood-Star und Motorsport-Fan Keanu Reeves verewigt.

Am Ende stehen acht Siege, 15 Podestplätze, fünf Polepositions, ein Fahrertitel und eine Konstrukteursweltmeisterschaft zu Buche. Im November 2009 wurde das Team an Mercedes verkauft. Bis heute gehört das in Brackley beheimatete Team zum Automobilkonzern aus Stuttgart.

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