Jenson Button verspricht: 2022 mehr Zeit für Williams

Bislang konnte Jenson Button seine Beraterrolle bei Williams nicht wirklich ausfüllen, doch das soll sich im neuen Jahr ändern

Jenson Button verspricht: 2022 mehr Zeit für Williams

Jenson Button hofft, dass er 2022 mehr Zeit hat, um sich um das Williams-Team zu kümmern, bei dem er seit 2021 als Berater tätig ist. Viel konnte der Ex-Weltmeister aber noch nicht beisteuern, das soll sich jedoch mit eventuell gelockerten Coronaregeln ändern. Bislang wurde er vor allem durch seine Rolle als Sky-Experte daran gehindert, weil er in einer anderen Bubble war.

"Ich habe ein wenig Zeit in der Fabrik verbracht und natürlich auch bei den Rennen, bei denen ich dabei bin", erklärt Button die Situation bei Williams.

"Im Grunde war ich nur ein Sprachrohr für bestimmte Leute im Team. Ich habe viel Zeit mit Dave Robson (Leiter für Fahrzeug-Performance; Anm. d. Red.) und [Teamchef] Jost Capito verbracht, und auch mit dem Marketing-Team", so Button. "Aber ich habe in diesem Jahr nicht so viel Zeit mit den Fahrern verbracht, weil ich wegen der Bubble nicht in den Technikraum und nicht in die Garage gehen konnte."

Button habe sich lediglich im Cateringbereich und in der Hospitality aufhalten können, wo er sich mit den Ingenieuren und Teamchef Capito treffen konnte. "Es war in diesem Jahr ziemlich eingeschränkt, was schade für beide Seiten ist Aber ich werde im neuen Jahr deutlich mehr mit ihnen machen", verspricht der Brite, der seine Formel-1-Karriere 2000 bei Williams begann.

Button will Nachwuchsfahrern helfen

In den vergangenen Jahren war der Rennstall ziemlich abgestürzt. 2019 und 2020 holte man insgesamt nur einen Punkt und wurde jeweils Letzter, 2021 konnte man sich auf den achten Platz steigern. Mit dem neuen Reglement hofft man auf den nächsten Sprung, und Button ist überzeugt davon, dass der Rennstall die richtigen Schritte unternimmt.

 

"Es ist ein großartiges Team. Sie haben gute Leute, und ich werde deutlich mehr Zeit mit ihnen verbringen - auch mit den Fahrern und mit den Piloten aus dem Nachwuchsprogramm. Sie haben einige gute junge Fahrer auf der Liste", so Button.

"Ich werde auch etwas Zeit mit ihnen im Simulator verbringen. Ich fahre aber nicht, aber ich wünschte, ich würde! Ich schaue mir aber an, wie sie fahren und wie sie mit dem Team arbeiten", erklärt er. "Darin lag meine Stärke damals: in der Arbeit mit dem Team. Da kann ich eine Menge Erfahrung mitbringen."

Russell: Gute Beziehung zu Button

Zum Fahreraufgebot von Williams gehören 2022 neben den Stammpiloten Nicholas Latifi und Alexander Albon die Formel-2-Piloten Jack Aitken, Roy Nissany und Logan Sargeant sowie die zweimalige W-Serie-Meisterin Jamie Chadwick.

Ein Fahrer, der Williams hingegen verlässt, ist George Russell, der nach drei Jahren in Richtung Mercedes geht. Der Brite lobt seinen Landsmann: "Ich hatte das Glück, dass ich ein gutes Verhältnis zu ihm hatte, selbst bevor Jenson wieder zu Williams kam", sagt Russell. "Er war sehr offen und immer da, wenn man ihn brauchte."

"Seit die COVID-Regeln etwas gelockert wurden, ist er immer in der Garage, der Hospitality und redet mit den Jungs, mit den Ingenieuren, mit mir, mit Jost. Und ich finde es echt toll, einfach Ideen, Feedback und Input von ihm und seinen Erfahrungen zu hören. Davon hat er eine Menge", so Russell. "Es ist immer einzigartig, jemanden wie Jenson im Team zu haben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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