Jenson Button warnt die Konkurrenz: Norris wird 2026 zur "Macht"
Jenson Button prophezeit Lando Norris eine dominante Zukunft als Weltmeister - Der Ex-Champion sieht im neuen Reglement 2026 einen entscheidenden Vorteil
Lando Norris: Wird er als Weltmeister zur Macht?
Foto: McLaren
Jenson Button, Formel-1-Weltmeister von 2009, erwartet, dass Lando Norris in der Saison 2026 nach seinem ersten Weltmeistertitel im Jahr 2025 als eine "furchteinflößende Macht" auftreten wird. Button äußerte sich gegenüber Sky Sports F1 im Hinblick auf die Testfahrten in Bahrain und zog dabei Parallelen zu seinen eigenen Erfahrungen mit tiefgreifenden Regeländerungen.
Button bezeichnete das neue Reglement für 2026 als "das wahrscheinlich größte, das wir in der modernen Formel 1 je gesehen haben", da sowohl die Aerodynamik als auch der Antriebsstrang und das Chassis komplett umgekrempelt wurden.
Die Psychologie des Champions
Button glaubt, dass es psychologisch schwierig sein kann, nach dem Gewinn einer Weltmeisterschaft direkt im gleichen Reglement weiterzumachen. Doch für Norris sei 2026 genau der richtige Zeitpunkt: Er startet in die neue Ära mit dem Rückenwind eines hochintensiven Titelkampfes, den er mit sieben Siegen, sieben Polepositions und 423 Punkten in 24 Rennen für sich entschieden hat. Das neue Jahr bringt einen kompletten Reset - eine Aufgabe, in die sich Norris erneut verbeißen kann.
"Es ist nicht schwer [sich wieder zu motivieren], aber man braucht eine neue Herausforderung", erklärt der ehemalige Brawn-GP-Pilot. "Und genau das bringt dieser Reglement-Wechsel. Man kommt mit Selbstvertrauen an. Du weißt, dass du es schaffen kannst - du hast es schließlich schon bewiesen."
Laut Button verändert der Titel die Herangehensweise: "Alles, was nach dem Gewinn einer Weltmeisterschaft kommt, macht Spaß. Es ist ein Bonus. Wenn er mit dieser Einstellung in die Saison geht, wird er eine furchteinflößende Macht sein. Davon bin ich fest überzeugt."
Norris kontert Verstappen-Kritik
Während der viermalige Weltmeister Max Verstappen nach seinen ersten Testtagen in Bahrain enttäuscht von der neuen Fahrzeuggeneration war, zeigte sich Norris mit seinem Arbeitsgerät aus Woking zufrieden.
"Es macht viel Spaß. Ich habe es wirklich genossen", gab der McLaren-Pilot zu Protokoll. Mit einem Augenzwinkern in Richtung seines Rivalen fügte er hinzu: "Also ja, wenn [Verstappen] zurücktreten will, kann er zurücktreten. Die Formel 1 verändert sich ständig. Manchmal lassen sich die Autos etwas besser fahren, manchmal eben nicht so gut."
Norris betonte, dass die Fahrzeuge brandneu seien und über die kommenden 24 Rennen noch massives Potenzial freigesetzt werde.
"Es fühlt sich sicher nicht so schnell an wie in den vergangenen Jahren, und es lässt sich gewiss auch nicht so perfekt händeln", gab Norris offen zu. "Im Vergleich zu den alten Autos fühlt es sich nicht so attraktiv und schön zu fahren an, aber es ist immer noch ziemlich gut."
"Wir stehen am Anfang eines Reglements, das ein gutes Stück langsamer sein soll. Aber wenn wir zum Ende dieses Jahres oder auf das nächste Jahr vorspulen, werden wir bis dahin schon viel schneller unterwegs sein."
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