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Jetzt mit Van Amersfoort: Szafnauer bastelt weiter am Formel-1-Einstieg

Otmar Szafnauer möchte weiter mit einem zwölften Team in die Formel 1 einsteigen und hat bereits mit einem aktuellen Formel-2-Team angebandelt

Jetzt mit Van Amersfoort: Szafnauer bastelt weiter am Formel-1-Einstieg

Otmar Szafnauer möchte weiterhin in die Formel 1 zurückkehren

Foto: Motorsport

Der frühere Formel-1-Teamchef Otmar Szafnauer gibt den Kampf um ein zwölftes Formel-1-Team nicht auf und plant weiterhin den Einstieg mit einem eigenen Rennstall. Bereits 2024 hatte er verkündet, mit US-Investoren an einem Projekt zu arbeiten, 2025 bekräftigte er seine Absichten. Mittlerweile ist er sogar in einem Team involviert - und dieses ist im Fahrerlager kein Unbekanntes.

Denn im Februar wurde Szafnauer zum neuen Geschäftsführer und Managing Partner von Van Amersfoort berufen. Der Rennstall tritt aktuell in der Formel 2 und Formel 3 an und war früher unter anderem Heimat von Max Verstappen, Charles Leclerc, Liam Lawson, Oliver Bearman oder Mick Schumacher.

Deren Mehrheitseigentümer ist mittlerweile aber nicht mehr Gründer Frits van Amersfoort, sondern der Mexikaner Rafael Villagomez, dessen gleichnamiger Sohn im mittlerweile dritten Jahr für den Rennstall in der Formel 2 fährt.

"Der Eigentümer und ich haben über eine potenzielle Zusammenarbeit bei einem Formel-1-Team nachgedacht, was immer noch passieren könnte, wenn etwas Interessantes zum Verkauf steht oder der Platz für das zwölfte Team frei wird", verrät Szafnauer gegenüber GPblog.com.

Die Beziehung zu Villagomez habe der frühere Teamchef von Force India und Alpine bereits aufgebaut, als die FIA nach einem elften Team suchte. Das wurde letzten Endes aber Cadillac.

"Im Zuge all dieser Diskussionen sagte er zu mir: 'Nun, schau, warum hilfst du mir in der Zwischenzeit nicht bei Van Amersfoort?', da er Van Amersfoort erst vor ein paar Jahren gekauft und ausgebaut hat", so Szafnauer.

"Also sagte ich: 'Okay, ich komme und helfe dir bei Van Amersfoort. Aber damit ich das tue, möchte ich nicht nur ein Angestellter sein. Ich möchte dein Partner sein.'" Und führt diese Partnerschaft bald in die Formel 1?

"Wenn sie die Möglichkeit für ein zwölftes Team eröffnen, wollen wir das auch machen oder uns irgendwo einkaufen", bekräftigt Szafnauer.

Nicht nur Formel 1 auf dem Zettel

Allerdings sei man dabei nicht nur auf die Formel 1 fixiert, auch ein möglicher Start in der IndyCar-Serie, wo Formel-2-Konkurrent Prema derzeit strauchelt und sein Team verkaufen möchte, oder ein Sportwagen-Team stehen zur Debatte. "Wir wollen strategisch expandieren und mit dem Ziel, den Wert des gesamten Unternehmens zu steigern", betont er.

Zwar ist noch offen, wie ein eventuelles Projekt heißen könnte, weil es laut Szafnauer darauf ankommt, wen man kauft und welche Partner man hat, generell spricht für ihn aber nichts gegen Van Amersfoort.

"Bernie (Ecclestone, Ex-Formel-1-Boss; Anm. d. Red.) pflegte zu sagen: 'Wenn du Marks & Spencer kaufst, warum solltest du den Namen ändern?'", meint er. "Es kommt ganz darauf an, was man kauft. Wenn man bereits etwas kauft, ist ein Teil dessen, was man erwirbt, bereits ein guter Name - dann behält man ihn."

"Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Das ist nicht meine Entscheidung, aber Rafael hat Van Amersfoort gekauft und er hat den Namen nicht geändert. Es hat eine 51-jährige Geschichte."

Kein zweites Stroll-Szenario

Übrigens: Wer die Sorge hat, dass aus der Geschichte eine zweite Nummer wie bei Aston Martin wird, wo Lawrence Stroll seinem Sohn Lance im Grunde eine Cockpitgarantie gegeben hat, der kann beruhigt sein, denn ein Formel-1-Aufstieg von Rafael Villagomez jun. ist sehr unwahrscheinlich.

Dem 24-Jährigen fehlen schlicht die Superlizenzpunkte. Denn sportlich hat er sich keine erfahren, da er seit 2021 in keinem seiner Formel-3- oder Formel-2-Jahre am Ende in den Top 10 gelandet war.

Auch ist mehr als fraglich, ob die Formel 1 ein Privatprojekt wie Van Amersfoort aufnehmen würde und für seinen zwölften Slot nicht eher auf einen großen Hersteller oder ein Team aus China oder dem Nahen Osten warten würde.

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