Kann Sauber mit Alfa Romeo an alte BMW-Zeiten anknüpfen?

Sauber-Teamchef Frederic Vasseur erhofft sich von der Zusammenarbeit mit Alfa Romeo eine Menge - Möglichkeiten in Hinwil wie seit BMW-Zeiten nicht mehr?

Die Formel-1-Saison 2018 soll für Sauber ein Neuanfang werden. Nachdem das Schweizer Team in den vergangenen Jahren meistens weit hinten im Feld zu finden war, soll es nun endlich wieder aufwärts gehen. Möglich soll das unter anderem die neue Partnerschaft mit Alfa Romeo machen. Denn die italienische Traditionsmarke ist mehr als nur ein Namenssponsor und wird Sauber auch in technischer Hinsicht unterstützen.

"Wir haben viel Energie in die Partnerschaft mit Alfa Romeo gesteckt", verrät Sauber-Teamchef Frederic Vasseur im Gespräch mit dem Schweizer 'Blick' und erklärt: "Sie identifizieren sich ganz mit uns und wollen Sauber als Marke bewahren. Es ist wohl das erste Mal seit der BMW-Zeit, dass Sauber solche Möglichkeiten hat." Die Münchener waren von 2006 bis einschließlich 2009 Besitzer des Rennstalls.

In diesem Zeitraum feierte das Team seine größten Erfolge in der Formel 1. 2007 belegte man Rang zwei in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft, 2008 holte Robert Kubica den bis heute einzigen Sieg für den Rennstall. Nachdem BMW den Stecker zog und Peter Sauber das Team anschließend zurückkaufte, konnte man nicht mehr an diese Ergebnisse anknüpfen - zumindest bis jetzt.

"Wir werden uns steigern", kündigt Vasseur an und ergänzt: "Wir wollen im Mittelfeld kämpfen." Man dürfe allerdings "nicht vergessen, dass dies ein Langzeitprojekt ist." Mit anderen Worten: Über Nacht sind in Hinwil - trotz Alfa-Unterstützung - keine Wunder zu erwarten. Doch Vasseur ist optimistisch und erklärt: "Wir haben eine große Aufgabe vor uns. Wir müssen nun liefern. Es herrscht Aufbruchstimmung."

Auch das Team in der Fabrik soll weiter vergrößert werden. "Wir arbeiten daran. Aktuell sind wir 420 Mitarbeiter. Vorerst sollen es 50 mehr werden", erklärt Vasseur. In diesem Zusammenhang verrät er auch, dass Sauber in Zukunft ein eigenes Fahrer-Nachwuchsprogramm aufbauen möchte. "Ich plane auch bei Sauber eine Junior-Akademie, wohl ab 2019", so Vasseur.

"Aber es muss echtes Potenzial vorhanden sein. Wie bei Charles Leclerc, der nun für uns fährt", erklärt er. Daher habe es momentan "keine Priorität", einen eigenen Nachwuchsfahrer - womöglich aus der Schweiz - ins Auto zu setzen. Der neue C37 soll derweil pünktlich "zum ersten Test in Barcelona" fertig sein. "In den nächsten Tagen kommen viele Teile an, dann beginnt der Zusammenbau. Wie alle Teams arbeiten wir bis zur letzten Minute", so Vasseur.

 
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