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"Keep it simple": Andreas Seidl schafft bei McLaren klare Strukturen

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"Keep it simple": Andreas Seidl schafft bei McLaren klare Strukturen
Autor:
Co-Autor: Maria Reyer

Andreas Seidl räumt mit einem alten Erbe von Ron Dennis (Matrix-Management) auf und setzt auf eine neue Organisation: einfach, traditionell, klar verständlich

Seit 1. Mai ist Andreas Seidl bei McLaren als Teamchef im Amt, doch auch wenn er noch nicht einmal zehn Wochen Zeit hatte und somit mitten in der für Management-Positionen etablierten 100-Tage-Erkundungsphase steckt, können Beobachter bereits seine Handschrift erkennen. Und eins ist klar: Seidl fährt einen völlig anderen Kurs als seine Vorgänger.

So hat Ron Dennis bei McLaren einst eine sogenannte Management-Matrix etabliert, die die Verantwortlichkeiten auf mehrere Schultern verteilt und die Bedeutung individueller Führungspersonen in den Hintergrund rückt. Dennis wollte so verhindern, dass sein Team nochmal in die Situation gerät, stark von einem einzelnen Mitarbeiter abhängig zu sein, wie es seinerzeit mit Adrian Newey der Fall war.

Der Abbau der Management-Matrix hat bereits begonnen, bevor Seidl zu McLaren stieß - wird unter seiner Regie aber konsequent fortgeführt: "Ich war schon immer ein Freund von einfachen, traditionellen und klar verständlichen Hierarchien", erklärt der Münchener in einem Interview mit 'Motorsport.com'.

Er habe "vom ersten Tag an klargestellt, wie ich die Organisation grundsätzlich sehe. Nämlich in drei Einheiten: technische Entwicklung des Fahrzeugs, Produktion, Rennteam. Eine klassische Motorsportstruktur also, so, wie ich immer gearbeitet habe. Einfach und verständlich, für jeden im Team."

Seidl hält in der aktuellen Situation, in der sich McLaren befindet, viel davon, Prozesse möglichst einfach zu gestalten. Seine Herangehensweise sei schon immer "Keep it simple!" gewesen. Von einer Matrix-Struktur hält er nichts: "In der Situation, in der wir uns als Team gerade befinden, ist es wichtig, uns auf die Basics zu konzentrieren."

"Meiner Auffassung nach kommst du im Motorsport schon sehr weit, wenn du nur die Basics auf die Reihe kriegst und richtig machst. Es ist in dieser komplexen Welt sehr gefährlich, sich in Details zu verrennen, die erst dann wichtig sind, wenn die Basics schon stimmen", sagt der 43-Jährige, der Porsche als LMP1-Teamchef gemeinsam mit Fritz Enzinger zu drei Le-Mans-Siegen geführt hat.

Seidl kann auch Formel-1-Erfahrung vorweisen: Bis 2009 war er bei BMW-Sauber für die Test- und Renneinsätze zuständig. Nach dem BMW-Ausstieg aus der Formel 1 brachte er in leitender Funktion das DTM-Programm des deutschen Automobilherstellers auf Schiene. Bruno Spengler gewann 2012 auf Anhieb die Meisterschaft.

Seidl weiß genau: "Du gewinnst mit Sicherheit keine Weltmeisterschaften, wenn nicht auch die letzten Details stimmen. Aber aktuell ist es viel wichtiger, die Randbedingungen bezüglich Team und Infrastruktur zu schaffen, die wir brauchen, um wettbewerbsfähig zu sein."

Das exklusive Interview mit Andreas Seidl, aufgezeichnet am Freitag vor dem Grand Prix von Österreich in Spielberg, wird am Dienstagmorgen in voller Länge auf unseren Schwesterportalen Motorsport-Total.com und Formel1.de veröffentlicht.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Teams McLaren F1 Team
Tags andreas seidl
Urheber Christian Nimmervoll